Weber sieht Wahl in Ungarn als Signal gegen Europas Rechtspopulisten

Tisza-Anhänger am 12.04.2026
Gevita Tagesresidenz

EVP-Chef Manfred Weber (CSU) hat Ungarns Oppositionsführer Péter Magyar eigenen Angaben zufolge telefonisch zum Wahlsieg gratuliert.

EVP-Chef Manfred Weber gratuliert Péter magyar zum Wahlsieg in Ungarn

EVP-Chef Manfred Weber (CSU) hat nach eigenen Angaben dem ungarischen Oppositionsführer Péter Magyar telefonisch zum Wahlsieg gratuliert. Die Wahl in Ungarn sei ein Signal gegen Europas Rechtspopulisten. „Die Rechtspopulisten in Europa verlieren heute Nacht ihre Identifikationsfigur“, sagte Weber dem „Spiegel“. „Bürgerliche,proeuropäische Politik gewinnt Wahlen. Das ist das Signal dieser historischen Wahlnacht.“

Wahlentscheidung der Ungarn

Laut Weber hätten sich die Ungarn für eine Partei entschieden, die ihre konkreten Sorgen in den Fokus stelle und Lösungen anbiete. Themen wie Gesundheit, Bildung, sichere Jobs und höhere Löhne stünden im Vordergrund. Weber, in dessen Fraktion im EU-parlament Magyar bislang sitzt, erklärte: „Ich bin stolz auf Péter Magyar. Der anti-europäische Orbán-Kurs ist gescheitert.“

Auswirkungen auf die ungarische Politik

Weber kritisierte die Politik von Viktor Orbán, die die Ungarn „ärmer gemacht“ habe. „Populisten liefern nicht“, so der EVP-Chef. Die Stimmen der Parlamentswahl werden aktuell noch ausgezählt. Nach Hochrechnungen des nationalen Wahlbüros liegt Magyars Partei Tisza klar vorne. Orbán wäre nach 16 Jahren Regierungszeit abgewählt.

Hochrechnungen und Sitzverteilung

Bei einem Auszählungsstand von 81,49 Prozent der Stimmen kann Tisza derzeit mit 137 der 199 Sitze rechnen. Damit hätte die neu im Parlament vertretene Partei eine Zweidrittelmehrheit, mit der sie die Verfassung ändern könnte.Orbáns Partei Fidesz, die gemeinsam mit dem Regierungspartner KDNP bei der letzten Wahl 135 Sitze gewonnen hatte, würde deutlich verlieren und käme nunmehr auf 55 Abgeordnete. Mi Hazánk mozgalom steht in der Hochrechnung bei 7 Sitzen.

wahlsystem in Ungarn

In Ungarn werden 106 der 199 Sitze im Parlament über die Erststimmen in Einerwahlkreisen mit einfacher Mehrheit an Direktkandidaten vergeben. Für die übrigen 93 Mandate werden neben den Listenstimmen auch die Stimmen berücksichtigt, die die unterlegenen Direktkandidaten erhalten haben, sowie die Stimmen, um die die Wahlkreisgewinner vor den jeweils Zweiplatzierten liegen.


Anzeige Stadtwerke Friedrichsthal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen