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Lula da Silva gewinnt Präsidentschaftswahl in Brasilien

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Lula (Archiv)
Lula (Archiv)

Lula da Silva kann weitere vier Jahre Präsident von Brasilien bleiben. Einleitung Hauptteil Details

Lula da Silva kann weitere vier Jahre Präsident von Brasilien bleiben.Bei der Stichwahl zwei Tage vor seinem 81.Geburtstag setzte sich Lula am Sonntag (Ortszeit) nach Auszählung von 99,82 Prozent der Stimmen mit 51,8 Prozent gegen seinen Herausforderer Flávio Bolsonaro, Sohn des früheren stramm rechtsgerichteten präsidenten Jair Bolsonaro, durch.

Ergebnis

Stimmenverteilung

Das vorläufige Ergebnis weist Lula 51,8 Prozent aus. Flávio Bolsonaro liegt bei vermutlich 48,2 Prozent.Damit fiel das Ergebnis für Lula klarer aus als 2022, als er sich mit historisch knappen 50,9 Prozent gegen Bolsonaro Senior durchgesetzt hatte. Bolsonaro Junior konnte offenbar kaum Stimmen aus dem Lager der kleineren Kandidaten mobilisieren. In der ersten Wahlrunde vor drei Wochen war er noch mit 47 Prozent auf Platz eins gekommen.

Ablauf der Auszählung

Wahlabend

Anhänger der beiden Lager durchlebten am Sonntag ein Wechselbad der gefühle.Nachdem nach schließen der Wahllokale zuerst Lula die Führung übernommen hatte, zog gegen 19:45 Uhr Ortszeit Bolsonaro in den Auszählungsergebnissen an Lula vorbei. Knapp Dreiviertelstunde später fiel Bolsonaro wieder zurück.

Politische Lage

Brasilien bleibt politisch weiterhin tief gespalten. Der grundsätzliche Konflikt besteht zwischen einem linken, sozialstaatlich orientierten Projekt und einer nationalkonservativen Rechten. Diese Rechte verspricht Sicherheit, wirtschaftliche Freiheit und einen Bruch mit der bisherigen Politik. Der unterlegene Bolsonaro Junior zeigte sich zuletzt moderater und kompromissbereiter als sein vater.

Hintergrund

Frühere Amtszeiten und Haft

Lula war bereits von 2003 bis Anfang 2011 Präsident. Vor seiner Rückkehr in das Amt Anfang 2023 saß er über ein jahr lang im Gefängnis, offensichtlich aufgrund illegaler Absprachen zwischen einem Richter, den Bolsonaro senior später zum Justizminister ernannte, Staatsanwälten und Lulas politischen Gegnern.

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