Irans Präsident Massud Peseschkian griff in seiner Rede vor den Vereinten Nationen die USA und Israel an. Der letzte Vertreter der Vereinigten Staaten verließ das Plenum wenige Sekunden nach Beginn der Rede.
Antwort auf trump
Peseschkian antwortete zunächst auf die Rede von US-Präsident donald Trump vom Vortag, in der die Iraner als „Terroristen“ bezeichnet worden seien. Er sagte, der Iran sei selbst Opfer von Terrorismus und Aggression. Er erinnerte an die Tötung verschiedener Führungspersonen des iranischen Regimes und von Zivilisten und hielt am Rednerpult verschiedene Bilder hoch. „Israel zielt auf jede Nachbarschaft in jeder Stadt, in jeder Provinz und begeht Attentate wie ein wahrer terrorist“, sagte Peseschkian.
Vorwürfe und Doppelmoral
Kritik an internationaler Praxis
Peseschkian sprach von einer Doppelmoral gegenüber seinem land.Er sagte: „Atom- und Nuklearbomben sind in den Händen des israelischen Regimes, aber die Inspektoren werden aufgefordert, in den Iran zu kommen.“ Er warf Israel vor, zehntausende Unschuldige in Gaza brutal ermordet zu haben, und kritisierte, der Iran sei bombardiert worden, während er am Verhandlungstisch saß. „Israel hat die Bomben, hat Massenvernichtungswaffen. Kein Mitglied des Nichtverbreitungsvertrags hat in ihrem schändlichen Leben eine einzige inspektion zugelassen, aber sie werden mit allen Mitteln belohnt, um jede Hauptstadt in der Region nach Belieben bombardieren zu können“, sagte er.
Iranisches Nuklearprogramm
Friedliche Nutzung
Peseschkian verteidigte das iranische Nuklearprogramm als friedlich und verwies auf dessen zivile Nutzung. Er sagte: „Für unser Land ist friedliche Nukleartechnologie Teil unseres inhärenten Fortschritts. Für unsere Kranken ist sie Heilung und Behandlung. Für den Agrarsektor ist sie Ernährungssicherheit. Für die Industrie ist sie Fortschritt und Versorgung mit elektrischer Energie.“ Zudem erklärte er: „Wir werden nicht unseren Kopf beugen und das Recht aufgeben, das uns von Natur aus zusteht. Wir sagen es klar: Keine Nuklearwaffen und keine Einschränkungen für neue friedliche Nukleartechnologie.“
Gaza und palästina
Vorwürfe von Genozid
Peseschkian beschuldigte die USA und Israel, in Gaza einen „Genozid“ zu begehen. Er sagte: „In Gaza wurden über 80.000 unschuldige Zivilisten brutal ermordet. Hunderttausende wurden vertrieben. Sie begehen Völkermord mit den sogenannten Technologien, die ihnen zur Verfügung stehen. Dann bezeichnen sie andere als Terroristen.“
Appell an die internationale Gemeinschaft
Er bezeichnete Palästina als eine „offene Wunde im Gewissen der internationalen Gemeinschaft“ und Gaza als ein „Symbol des Versagens internationaler Mechanismen zur Verhinderung zivilen Leidens“. „Wir können nicht von Frieden sprechen, wenn wir palästina ignorieren. Dauerhafter Frieden in Westasien ist ohne Gerechtigkeit für Palästina unmöglich“, sagte er. Solange Besatzung, Aggression und Ungerechtigkeit fortbestünden, werde der Widerstand weitergehen. „Gaza hat trotz des unablässigen Tötens und der weitverbreiteten Verwüstung den Glauben der Menschen an den Widerstand gestärkt, und der Widerstand kann nicht durch Bomben und Belagerung zerstört werden. Das ist die menschliche natur“, so der iranische Präsident.
Schlussappell
Zum Abschluss seiner Rede rief Peseschkian zur internationalen Zusammenarbeit auf. Er betonte, dies geschehe nicht aus Schwäche: „Iran streckt der Welt die Hand entgegen. Wir laden die Welt ein, wir rufen die Welt auf – nicht aus Schwäche, sondern aus tiefem Glauben an unsere eigene Kraft und Standhaftigkeit“, sagte er. „Entweder wir bauen Sicherheit gemeinsam auf, oder wir werden gemeinsam unter Unsicherheit leben müssen.“



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