Unbesetzte Stellen im Ministerium für digitalisierung
Ein Jahr nach der Gründung des Ministeriums für digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) sind dort noch über 100 Stellen unbesetzt. Dies geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, aus der T-Online zitiert.
Aktuelle Personalzahlen
Zum Stichtag 30. April 2026 waren im BMDS insgesamt 109 Stellen unbesetzt. Derzeit beschäftigt das Ministerium 550 Mitarbeiter, wie Minister Karsten Wildberger (CDU) am Donnerstag im Bundestag mitteilte.
Gründe für die vakanten Stellen
Der Hauptgrund für die offenen Stellen sei die weiterhin erforderliche Aufbauarbeit des Ministeriums sowie die allgemein übliche Fluktuation. Zahlreiche Planstellen seien derzeit noch im Zulauf.
Verteilung der unbesetzten Stellen
In allen Abteilungen fehlt Personal. Konkret sind 36 Stellen in der zentralen Verwaltungseinheit, 22 in der Hausleitung, 20 in der Abteilung für Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau, 13 in der Abteilung Digitalpolitik und Wirtschaft, neun in der Abteilung für Kommunikation und Strategie, sechs in der Abteilung Deutschland-Stack und drei in der Abteilung Digitale Infrastrukturen unbesetzt. Der Deutschland-Stack ist ein Großprojekt zur Digitalisierung der Verwaltung.
Kritik der Grünen-Fraktion
Rebecca Lenhard,digitalpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag,kritisiert das langsame Tempo beim Aufbau des Ministeriums. Die Bilanz des BMDS sei ernüchternd,sagte lenhard T-online. Die offenen Stellen zeigten die „tatsächliche Arbeitsfähigkeit“ des Hauses. „Wer den Staat modernisieren will, braucht nicht nur Überschriften, sondern auch Strukturen, Personal und die notwendige Umsetzungskraft.“



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