Forderung nach stärkerer Personalisierung bei den Grünen
Anton hofreiter, Vorsitzender des Europa-Ausschusses im Bundestag, fordert nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eine stärkere Personalisierung bei den Grünen.Der Wahlsieg von cem Özdemir habe gezeigt, dass es einen großen Unterschied mache, wenn man um Platz 1 kämpfe, sagte Hofreiter dem „Tagesspiegel“. Er betonte, die Grünen müssten die SPD abschütteln, um in eine Duell-Situation zu kommen.
Personalisierung im Wahlkampf
Hofreiter bezeichnete die Forderung, die Bundesgrünen müssten wie die Grünen in Baden-Württemberg auftreten, als „Quatsch-Debatte“. Dennoch sei die Personalisierung im Wahlkampf für die Grünen richtig.Die Partei brauche Personen, die bekannt seien, denen die Menschen vertrauten und die für sich selbst stünden. Er forderte mehr Freiheiten für das Spitzenpersonal der Partei und kritisierte, dass die Leute keine „Sprachroboter“ wollten.
Inhaltliche Positionsklärungen
Auch inhaltlich müssten sich die Grünen hinterfragen, so Hofreiter. Er nannte die Haltung zur Wehrpflicht und einem sogenannten Gesellschaftsjahr als Themen, die die partei in diesem Jahr klären müsse. Hofreiter warb für die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres, das in der heutigen Zeit angemessen sei. Er betonte, die Wehrpflicht werde über kurz oder lang kommen, da die Bundeswehr große Personalprobleme habe.Ein Gesellschaftsjahr, das für Männer und Frauen gelte und bei dem man selbst entscheiden könne, welchen Dienst man leisten wolle, sei das progressivste, was zu haben sei.











