Chefeinkäuferin der Bundeswehr kritisiert Tempo bei Rüstungsunabhängigkeit
Die Präsidentin des Beschaffungsamts der Bundeswehr, Annette Lehnigk-Emden, äußerte Kritik am schnellen Tempo, mit dem Deutschland sich von den USA als Rüstungslieferant lösen möchte. In einem Interview mit der ARD sagte Lehnigk-Emden: "Das ging alles ein bisschen schnell mit den Forderungen, eigenständig zu werden." Sie betonte, dass die Geschäfte mit den USA gut liefen und es bisher keine Schwierigkeiten bei der Vertragsabwicklung gegeben habeKritik am Tempo der Rüstungsunabhängigkeit von den USA
Die Präsidentin des Beschaffungsamts der Bundeswehr, Annette Lehnigk-Emden, hat das Tempo kritisiert, mit dem Deutschland sich von den USA als Lieferant von Rüstungsgütern lösen möchte. In einem Interview mit der ARD äußerte sie: „Das ging alles ein bisschen schnell mit den Forderungen, eigenständig zu werden.“
Geschäfte mit den USA
Lehnigk-emden betonte, dass die Geschäfte mit den USA gut liefen und es bisher keine Schwierigkeiten bei der Abwicklung der Verträge gegeben habe. „Wir sind zufrieden mit den Lieferungen aus den USA“, erklärte sie. Deutschland kauft unter anderem Kampfjets vom Typ F-35 und chinook-Hubschrauber von US-Rüstungskonzernen.
Strategische autonomie Europas
Das Beschaffungsamt der Bundeswehr, mit Sitz in Koblenz, betreibt ein Kontaktbüro in den USA. Auf die Frage, ob diese außenstelle durch den Wunsch nach mehr Unabhängigkeit in Gefahr sei, antwortete Lehnigk-Emden: „Wenn sich politisch an der Situation etwas ändern sollte, werden wir natürlich reagieren.“ deutschland betont seit jahren, dass Europa militärisch weniger stark auf US-Unterstützung angewiesen sein soll. Seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs vor vier Jahren wird verstärkt über eine strategische Autonomie Europas diskutiert.










