Forderung nach Reform der Rentenversicherung
Die Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, hat eine Verdopplung der beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung gefordert. In der Sendung „Blome und Pfeffer“ von ntv erklärte sie am Montag, dass das Rentensystem grundlegend reformiert werden müsse.
Einbeziehung aller Erwerbstätigen
Reichinnek betonte, dass alle Erwerbstätigen, einschließlich Beamte, Selbstständige und Abgeordnete, in das rentensystem einzahlen sollten. Sie kritisierte, dass derzeit Pflegekräfte auf ihr gesamtes Gehalt Beiträge zahlen, während Spitzenverdiener wie Klinik-CEOs nicht in gleichem Maße belastet würden.
Aktuelle Beitragsbemessungsgrenze
Derzeit liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung bei 8.450 Euro monatlich, was einem Jahreseinkommen von 101.400 euro entspricht.Die Linke möchte durch eine Verdopplung dieser Grenze Spitzenverdiener stärker in die Pflicht nehmen.
Armutsgefährdung im Alter
Reichinnek wies darauf hin, dass jeder fünfte Rentner in Deutschland armutsgefährdet sei.Trotz jahrzehntelanger Arbeit und Kindererziehung könnten viele Menschen im Alter nicht in Würde leben.Sie kritisierte, dass immer mehr Menschen im Alter arbeiten müssten, um über die Runden zu kommen.
Kritik an privater Vorsorge
Die Politikerin äußerte scharfe Kritik am Fokus der Regierung auf private Vorsorge und Aktienmodelle. Sie argumentierte, dass viele Menschen am Monatsende kein Geld übrig hätten, um in private Rentenversicherungen zu investieren. Stattdessen sei eine starke gesetzliche Rente notwendig, von der alle im Alter leben könnten.











