Forderung nach politischen Maßnahmen gegen hohe Medikamentenpreise
Der Sozialverband SoVD hat die Politik aufgefordert, gegen die hohen Preise für Medikamente einzugreifen. „Es kann nicht sein, dass die Beiträge der Versicherten immer weiter steigen, während die Pharmaindustrie Milliardengewinne einfährt“, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Vorschläge zur Kostenkontrolle
Engelmeier fordert eine „Schnellbewertung der Kosten-Nutzen-Relation neuer Medikamente schon vor der Zulassung“, um überhöhte Preise zu verhindern. Dazu müsse die Regierung das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) reformieren. Dies würde sowohl die Krankenkassen als auch die Versicherten entlasten.
Politische Reaktionen und Maßnahmen
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat eine Expertenkommission eingesetzt, die bis Ende März Vorschläge für Einsparungen bei der Gesundheitsversorgung erarbeiten soll. Ziel ist es, neue Beitragssteigerungen zu verhindern. Der Kassen-Spitzenverband GKV fordert ebenfalls einsparungen bei Medikamenten. „die Arzneimittelpreise bei uns sind schon die höchsten hinter denen der USA. Wenn es darum geht,daran etwas zu ändern,war die Politik bislang zu zaghaft“,sagte der GKV-Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt der NOZ.
Ausgaben für Arzneimittel
Im vergangenen Jahr gaben die Krankenkassen 58,5 Milliarden Euro für Arzneimittel aus, mehr als für die ambulante ärztliche Versorgung.











