Kritik an der Krankenhausreform
Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens baas, hat die kürzlich vom Bundestag verabschiedete Krankenhausreform kritisiert. Ende des Monats wird sich der Bundesrat mit dem gesetz befassen. Baas wirft der Bundesregierung vor, den Interessen der Länder nachgegeben zu haben. Er bemängelt, dass Lokalpolitik auf Kosten der Patienten betrieben werde, indem Landräte gegen die Schließung lokaler Krankenhäuser opponieren.
Finanzielle Herausforderungen der Krankenkassen
Im kommenden Jahr droht den gesetzlichen Krankenkassen eine Finanzierungslücke von 12 bis 15 Milliarden Euro. Baas betont, dass ausreichend Geld im Gesundheitssystem vorhanden sei, jedoch die Ausgaben gesenkt werden müssten. Er kritisiert die Politik, die oft dazu neige, die Versicherten stärker zu belasten.
Regierungskommission und Beitragsanpassungen
Ende des monats soll eine Regierungskommission erste Ergebnisse zur Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen vorstellen. Baas äußert Zweifel, ob die Politik die Kraft habe, notwendige Maßnahmen durchzusetzen.Ob die Krankenkassen die Beiträge im nächsten Jahr erhöhen müssen, hängt laut Baas davon ab, ob die Bundesregierung die Finanzierungslücke schließen kann.
Homöopathie und Versicherungssystem
Baas sieht kein Problem darin, wenn die Politik beschließt, dass Krankenkassen keine homöopathischen Behandlungen mehr übernehmen dürfen. Dies würde jedoch keine nennenswerten Einsparungen bringen. Die Techniker Krankenkasse gibt einen einstelligen Millionenbetrag für Homöopathie aus, bei einem Gesamtvolumen von 60 Milliarden Euro.
Baas stellt das duale System aus privater und gesetzlicher Krankenversicherung infrage. Er plädiert für ein einheitliches Versicherungssystem, das für alle Bürger gilt, mit der Möglichkeit, zusätzliche Leistungen privat zu versichern.











