Wahlerfolg von Cem Özdemir
Ex-Grünenchefin Ricarda Lang führt den Wahlerfolg von Cem Özdemir in Baden-Württemberg auf seine Distanz zur eigenen Partei zurück. Bei einer Veranstaltung des „Sterns“ in Hamburg erklärte Lang, Özdemir habe durch „eine Mischung aus Authentizität, Klarheit in den Positionen und einer gewissen Distanz zur eigenen Partei“ gewonnen.
Skepsis gegenüber Parteien
Lang betonte, dass eine grundsätzliche Skepsis der Bürger gegenüber Parteien bestehe. „Die Leute haben gar kein Bock mehr auf Parteien“, sagte Lang. Alles, was den „Geruch des Parteisoldatentums“ habe, werde abgelehnt. Politiker,die über die „Dogmatik der eigenen Partei hinausgehen“,könnten Vertrauen und Wählerstimmen gewinnen.
Rolle von Boris Palmer
Lang räumte ein, dass Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer beim Wahlsieg mitgeholfen habe. „Palmer hat eine Rolle gespielt, die geholfen hat“, sagte sie. Ein Ministeramt in der Landesregierung stehe ihm jedoch nicht zu. „Nein“, antwortete Lang auf eine entsprechende Frage. „Ich treffe die Entscheidung nicht, aber das ist meine Einschätzung.“
Koalitionsbildung nach der Wahl
Lang mahnte, dass sich CDU und Grüne nach dem Wahlkampf zusammenraufen müssten. Sie zeigte sich irritiert darüber, dass beide Parteien auch nach dem Wahlabend noch diskutierten, „wer jetzt gemein zu wem war“. Lang warnte vor einer „inzestuösen Nebelschau eines Politikbetriebs, der immer mehr um sich selbst kreist“.











