Schneider kritisiert von der Leyens Atomkraftstrategie
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die jüngsten Aussagen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Atomkraft scharf zurückgewiesen. Schneider kritisierte, dass der Kern der Strategie aus neuen Subventionen für Atomkraftwerke bestehe.
Subventionen und Risiken
Schneider betonte, dass eine Risikotechnologie wie die Atomkraft nach einem Dreivierteljahrhundert noch immer auf staatliche Unterstützung angewiesen sei.Er lehne es ab, noch mehr Steuergeld für neue Risikoreaktoren auszugeben. Um neue Reaktoren zu errichten,müsse viel Geld investiert werden,das an anderer Stelle fehle. Kleine Atomkraftwerke würden seit Jahrzehnten angekündigt, hätten aber den Durchbruch nicht geschafft und ringen um Subventionen.
Alternative Energien
Sauberer Strom aus Wind und Sonne sei günstiger und treibe die Energiewende voran, ohne strahlenden Müll zu produzieren.Für Deutschland gelte weiterhin, auf bessere, sicherere und günstigere Alternativen zu setzen. Der Atomausstieg habe das Land sicherer gemacht, und der Atomkonsens habe Deutschland gutgetan.
Von der Leyens Pläne
Von der Leyen hatte zuvor die Abkehr von der Atomkraft in Deutschland und Teilen der EU als „strategischen Fehler“ bezeichnet. Sie kündigte eine neue europäische Strategie für kleine modulare Reaktoren an, die bis Anfang der 2030er-Jahre einsatzbereit sein sollen. Ziel sei es, europa zu einem „globalen Zentrum der kernenergie der nächsten Generation“ zu machen.










