Mehrheit der Deutschen für staatliche Entlastungsmaßnahmen
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen spricht sich angesichts steigender Energiepreise für staatliche Entlastungsmaßnahmen aus. In einer Forsa-Umfrage für den „Stern“ und RTL befürworten 77 Prozent der Befragten ein Eingreifen der Bundesregierung, falls die Öl- und Gaspreise in den kommenden Wochen hoch bleiben oder weiter steigen. 22 Prozent halten staatliche Eingriffe nicht für notwendig,während ein Prozent mit „weiß nicht“ antwortete.
Unterstützung für Preisobergrenzen und Steuersenkungen
Die Befürworter plädieren vor allem für Maßnahmen wie Preisobergrenzen für Treibstoffe oder Steuersenkungen auf Benzin und Diesel. besonders groß ist die Zustimmung in Ostdeutschland mit 86 Prozent sowie bei Menschen mit niedrigeren Einkommen mit 87 Prozent. Anhänger der Linkspartei (90 Prozent) und der AfD (95 Prozent) unterstützen solche Entlastungsmaßnahmen überdurchschnittlich häufig. Wähler der Grünen sind mit 56 Prozent deutlich zurückhaltender.
Hintergrund der Preissteigerungen
Die Eskalation im Nahen Osten und die wachsende Spannung rund um den Iran verunsichern die internationalen Energiemärkte.Marktteilnehmer befürchten mögliche störungen wichtiger Förder- und Transportwege, etwa in der Straße von Hormus, über die ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Öls transportiert wird. Diese Risiken haben bereits zu steigenden Preisen für Öl und Gas geführt.
Auswirkungen auf Deutschland
Für Deutschland könnten anhaltend hohe Energiepreise sowohl Verbraucher als auch die Wirtschaft belasten. Höhere Kosten fürs Tanken und Heizen wirken direkt auf die haushalte, während energieintensive Branchen steigende Produktionskosten fürchten. Der politische Druck auf die Bundesregierung wächst, auf mögliche neue Energiepreisschübe vorbereitet zu sein.










