Hohe Zahl gescheiterter Abschiebungen im vergangenen jahr
Im vergangenen Jahr scheiterten 60 Prozent der abschiebungsversuche in Deutschland. Laut der „Welt am Sonntag“ und Angaben der Bundespolizei wurden 32.855 Abschiebungen vor der Übergabe an die Rückführungsbeamten an den Flughäfen abgebrochen. Hauptgründe waren die „nicht erfolgte Zuführung“ durch Landespolizisten mit 21.341 Fällen und die „Stornierung des Ersuchens“ mit 11.184 Fällen. Nach der Übergabe scheiterten weitere 1.593 versuche. Insgesamt wurden 22.787 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt.
Entwicklung der Abschiebungen im Jahr 2025
In den ersten vier Monaten des Jahres 2025 wurden durchschnittlich 2.035 Personen pro Monat abgeschoben. Von Mai bis Dezember 2025 sank die Zahl auf durchschnittlich 1.831 pro Monat.Diese Zahlen wurden in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion veröffentlicht.
politische Reaktionen und Vorschläge
Gottfried Curio, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, kritisierte das Ausbleiben der Migrationswende im Bereich der Rückführungen. Er forderte den Einsatz aller verfügbaren Druckmittel gegenüber Herkunftsstaaten, darunter Visaerteilung und Entwicklungshilfe.
Hessens Innenminister roman Poseck (CDU) schlug vor, eine Handyortung für nicht auffindbare Migranten einzuführen, um geplante Abschiebungen zu erleichtern. Poseck betonte, dass die Maßnahmen erst bei Nichtantreffen greifen sollen, um die Abschiebung durchzuführen.
Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) unterstützte diesen vorschlag und hob die Bedeutung der Handyortung als Ergänzung der Abschiebeinstrumente hervor. Er forderte zudem eine Lockerung des Trennungsgebots auf EU-Ebene, um reguläre Haftplätze für Abschiebehaft nutzen zu können.











