Appell der SPD-Bildungspolitiker
SPD-bildungspolitiker aus den fünf ostdeutschen Bundesländern fordern die Bundesregierung auf, die Finanzierung von Kindertagesstätten über das jahr 2026 hinaus sicherzustellen. Sie warnen vor einem drohenden „Strukturabbruch, wie ihn der Osten noch nie erlebt hat“, sollte der Bund die Mittel kürzen. Dies teilte der thüringische SPD-Fachsprecher Matthias Hey mit.
Hintergrund und Forderungen
Der Hintergrund dieser Forderung ist die rapide sinkende Kinderzahl in Ostdeutschland, die zu Schließungen von Einrichtungen führen könnte. Gleichzeitig sei der Erhalt von Qualitätsstandards wie Betreuungsschlüsseln gefährdet. Die Arbeitsgruppe „Kita Ost“ fordert in einem Papier, dass die im Kita-Qualitätsgesetz verankerten Bundesmittel für personal und Qualifikation auch nach 2027 in gleicher Höhe weiterfließen. Für thüringen bedeutet das rund 39 Millionen Euro pro Jahr.
Besondere Herausforderungen
Die Politiker betonen, dass ostdeutsche Kitas mit längeren Öffnungszeiten, weniger Schließtagen und höheren Betreuungsquoten bei Unter-Dreijährigen andere Herausforderungen haben als Einrichtungen im Westen.Das Forderungspapier wurde an Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) übermittelt. Die SPD-Arbeitsgruppe besteht aus Fachsprechern aus Brandenburg, mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.











