Dax-Entwicklung am Freitagmorgen
Der Dax ist am Freitagmorgen nahezu unverändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.040 Punkten berechnet, minimal unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste standen FMC, Airbus und die Porsche-Holding, während Bayer, Zalando und Infineon am Ende rangierten.
Marktanalyse und geopolitische Einflüsse
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, erklärte, dass die Bereitschaft zu sofortigen Gewinnmitnahmen auf eine hohe Beteiligung kurzfristiger Händler hindeute. Die Möglichkeit eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs der USA auf den Iran verhindere derzeit eine ungebremste Rally im Dax. Der Anstieg des Ölpreises mahne Anleger zur Vorsicht vor dem Wochenende.
Stanzl wies darauf hin,dass die Ölmärkte ein wachsendes Risiko eines militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran einpreisen.Im Fokus stehe weniger die iranische Ölproduktion,sondern die Möglichkeit einer Blockade der Straße von Hormus. Täglich werden durch diese Meerenge rund 20 Millionen Barrel Erdöl transportiert, was etwa einem Fünftel des weltweiten Bedarfs entspricht. Sie ist zudem der wichtigste Transportweg für LNG nach Europa.
Risiken für europäische Energieversorgung
Die Risiken für das europäische LNG-Angebot treten zu einer Zeit auf, in der die Lagerfüllstände bereits niedrig sind, so der Analyst.Niedrige Gasspeicher ließen kaum Spielraum für zusätzliche Belastungen. Die europäischen Gaspreise könnten daher empfindlicher reagieren als der Ölpreis, dessen weltweite Lager überdurchschnittlich gefüllt sind.
Währungs- und Ölpreisentwicklung
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein euro kostete 1,1756 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8506 Euro zu haben. Der Ölpreis sank leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 71,63 US-Dollar, was 3 Cent oder 0,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags waren.










