Datenschützer kritisieren Pläne zum Einsatz von Bodycams in Zügen

ICE (Archiv)
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Datenschützer kritisieren den geplanten Einsatz von Bodycams bei der Deutschen Bahn. Der hessische Landesdatenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel warnt vor einem starken Eingriff in die Grundrechte der Fahrgäste

Kritik an Bodycam-Plänen der Deutschen Bahn

Datenschützer äußern Bedenken gegen den geplanten flächendeckenden Einsatz von Bodycams bei der Deutschen Bahn. Der hessische Landesdatenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel sieht darin einen starken Eingriff in die Grundrechte der Fahrgäste. Er betont, dass die Aufnahmen nur anlassbezogen und auf das geringstmögliche Maß reduziert sein sollten.

Facts und Schutz der Persönlichkeitsrechte

Roßnagel fordert, dass Fahrgäste informiert werden müssen, wenn sie gefilmt werden.Die bodycams sollten nur in eskalierenden Situationen Aufnahmen speichern. Die Datenverarbeitung müsse vor missbrauch geschützt sein.

Warnung vor lückenloser Überwachung

Kirsten Bock, wissenschaftliche Leiterin der Stiftung Datenschutz, warnt vor einer lückenlosen Videoüberwachung. Sie kritisiert, dass unbescholtene Personen als „Beifang“ aufgezeichnet werden könnten. Bock fordert, dass die Kameras nicht dauerhaft im stand-by-Modus laufen und beim einschalten darauf hingewiesen wird.

Hintergrund der Maßnahmen

Die Deutsche Bahn hatte angekündigt, nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken, darunter den Einsatz von bodycams.


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