Dax bleibt im Minus
Der Dax verharrte am Freitag bis zum Mittag im Minus, nachdem er zurückhaltend in den handelstag gestartet war. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.796 Punkten berechnet, was einem Anstieg von 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag entspricht. An der Spitze der Kursliste standen MTU, die Deutsche Börse und Merck, während RWE, Brenntag und Siemens am Ende rangierten.
Marktanalyse
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, kommentierte: „Die heutige Kaufzurückhaltung der Anleger hat sich bereits zur Handelseröffnung im Dax angedeutet. Die Investoren stellen sich vor dem nahenden Wochenende lieber an die Seitenlinien, auch weil weiter die Angst vor potenziell starken Veränderungen in den Sektoren Software, Finanzen und Logistik an den Finanzmärkten grassiert.“
einfluss der Künstlichen Intelligenz
Durch die disruptiven Ansätze der Künstlichen Intelligenz seien zuletzt nicht nur die Software-Aktien unter Verkaufsdruck geraten, sondern auch viele Banken-, Finanz- und Logistikwerte. „Investoren verkaufen derzeit lieber zuerst und fragen danach, ob die Branche davon überhaupt betroffen sein wird und wie stark die potenziellen Veränderungen tatsächlich sein werden“, so Lipkow. „Zudem ist die Volatilität wieder an die Finanzmärkte zurückgekehrt, wovon gestern die Edelmetalle erneut betroffen waren. Auch Aktien schwanken wieder in größeren Handelsspannen. Dies verstärkt den Trend hin zu Anleihen und sicheren Häfen an den Finanzmärkten und sorgt für Verkaufsdruck am Aktienmarkt.“
Währungs- und Rohstoffmärkte
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1857 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8434 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen leicht an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 67,66 US-Dollar, was einem Anstieg von 14 Cent oder 0,2 Prozent im Vergleich zum Schluss des vorherigen Handelstags entspricht.











