Ungleichheit bei Erbschaften zwischen Ost- und Westdeutschland
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), kritisiert die anhaltende Ungleichheit bei Erbschaften zwischen Ost- und westdeutschen. Eine Sprecherin Kaisers erklärte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“,dass Personen in ostdeutschen Bundesländern seltener Schenkungen und Erbschaften erhalten als in westdeutschen Bundesländern. Zudem seien die Summen der Transfers deutlich geringer. Die durchschnittliche Höhe von Erbschaften betrug zuletzt in Westdeutschland 92.000 Euro, während sie in Ostdeutschland bei 52.000 Euro lag.
Unterschiede im nettovermögen
Als Ursache für diese Ungleichheit wird die unterschiedliche Höhe der Nettovermögen genannt. haushalte im Osten verfügten 2023 durchschnittlich über 170.100 Euro, während Haushalte im Westen über 364.900 Euro verfügten. Die Sprecherin betonte, dass viele Ostdeutsche das Gefühl hätten, aufgrund ungerecht verteilter Startbedingungen dauerhaft benachteiligt zu sein. Die geringeren Vermögen vieler Ostdeutscher hätten nichts mit ihrer Lebensleistung zu tun.
Forderungen nach gerechterer Erbschaftsteuer
Elisabeth Kaiser äußerte den Wunsch, die Erbschaftsteuer gerechter und unkomplizierter zu gestalten.Derzeit würden Erben sehr großer Vermögen durch zahlreiche Ausnahmen und Sonderregelungen verschont. Ziel sei ein einfacheres System ohne Schlupflöcher für extrem große Vermögen. Kaiser schlug vor, das eingesparte Geld in Bildungseinrichtungen und den Erwerb von Wohneigentum zu investieren, um eine bessere Vermögensverteilung zu erreichen. Zudem sollten Wege gefunden werden, das Gefälle bei den steuereinnahmen zwischen Ost und West solidarisch auszugleichen.











