CDU-Politiker fordern die Aussetzung von Einbürgerungsverfahren aufgrund mutmaßlicher Betrugsfälle mit Sprachzertifikaten. Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alexander Thorm, erklärte gegenüber der „Bild“, dass alle Fälle, in denen die Echtheit der sprachzertifikate unklar ist, überprüft werden müssen. Thorm betonte, dass laufende Verfahren während der Aufklärung ausgesetzt werden sollten.
Bewusste Täuschungen bei der Einbürgerung seien Täuschungen aller rechtschaffenen Menschen in Deutschland, so Thorm. Er verwies auf eine bereits beschlossene Einbürgerungssperre von zehn Jahren bei versuchter Täuschung, die Ende letzten Jahres von der schwarz-roten koalition vereinbart wurde.
Auch der CDU-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, spricht sich für einen Stopp der Einbürgerungen aus. Peters sagte der „Bild“,dass Betrug mit Zertifikaten kein Kavaliersdelikt sei,sondern ein Angriff auf Solidarität und Fairness,der einbürgerungsrechtliche Konsequenzen haben müsse.











