Pflegeversicherung verliert an Kaufkraft
Die Leistungen der Pflegeversicherung haben in den vergangenen Jahren mit der Inflation nicht Schritt gehalten. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor,über die die „Rheinische Post“ berichtet.
Rückgang der Kaufkraft
Der Sachleistungsbetrag für Pflegegrad 2 lag im Jahr 2025 bei 796 Euro. Kaufkraftbereinigt entsprachen diese 796 Euro jedoch nur 626 Euro, was einem Rückgang um gut 21 Prozent gegenüber 2017 entspricht. Auch bei anderen leistungen der Pflegeversicherung zeigt sich ein ähnliches Bild. Der Zuschlag für Leistungen in ambulant betreuten Wohngruppen betrug 2025 für alle Pflegegrade 224 euro, kaufkraftbereinigt blieben nur 173 Euro übrig. Dies entspricht einem Minus von rund 23 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017.
Reaktionen der Politik
Die pflegepolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Evelyn Schötz, bezeichnete diese Entwicklung in der „Rheinischen Post“ als „schleichende finanzielle Belastung“ für Millionen Betroffene. Seit der Einführung der Pflegegrade 2017 hätten zentrale Leistungen „massiv an Kaufkraft verloren“. Schötz erklärte: „Was nominal nach kleinen erhöhungen aussieht, ist in Wahrheit eine reale Kürzung für jene, die auf Unterstützung angewiesen sind.“










