AfD-Jugendchef unterstützt Auftritte mit Martin Sellner
Jean-Pascal Hohm, Chef der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“, hat sich dafür ausgesprochen, dass AfD-Politiker weiterhin mit dem umstrittenen Aktivisten Martin Sellner auftreten dürfen. „Wichtig ist, dass wir weiter auf Podien sitzen und Debatten führen können, etwa auf Einladung Dritter“, sagte Hohm der „Frankfurter Allgemeinen zeitung“. Ein Kontaktverbot sei seiner Meinung nach falsch und kaum durchsetzbar.
Beschluss des Bundesvorstands
Der Bundesvorstand der AfD hatte kürzlich beschlossen,alle Verbände und Mitglieder aufzufordern,keine „Parteiveranstaltungen“ mit sellner durchzuführen. Dies wurde als Abgrenzung von Sellner verstanden. Laut Informationen aus AfD-Kreisen wollte die Parteiführung sich deutlicher von Sellner distanzieren, um Anhänger nicht zu verärgern.
Veranstaltungen und Debatten
Der Beschluss lässt jedoch weiterhin Veranstaltungen der AfD-fraktionen mit Sellner oder öffentliche Debatten auf dessen Einladung zu. Hohm erklärte,er plane keine solchen Veranstaltungen. „Veranstaltungen wie die von Frau Kotré und Herrn Sellner sind weder von mir als Abgeordnetem noch von der Generation Deutschland vorgesehen.“ Lena Kotré, Hohms Fraktionskollegin im Landtag Brandenburg, war im Januar einer Einladung Sellners gefolgt.
Arbeitsteilung zwischen Partei und Vorfeld
Hohm begründete seinen Verzicht auf Einladungen an Sellner nicht mit dessen Positionen, sondern verwies auf eine Arbeitsteilung zwischen Partei und aktivistischem Vorfeld. „Mit Projekthygiene können wir Patrioten mehr erreichen. Partei und Vorfeld haben im patriotischen Mosaik unterschiedliche aufgaben, die sie erfüllen müssen“, sagte Hohm. Diese einschätzung ist in Partei und Vorfeld verbreitet. Aktivisten sollen die Grenzen des Sagbaren radikaler verschieben, um der Partei neue Wege zu eröffnen.











