Krankenhäuser in Deutschland hoffen auf Wiedereinführung des Zivildienstes
Die Krankenhäuser in deutschland zeigen großes Interesse an der Wiedereinführung des Zivildienstes. Laut einer Umfrage des Deutschen Krankenhaus Instituts (DKI),über die die „Rheinische Post“ berichtet,sind 93 Prozent der befragten Krankenhäuser bereit,Zivildienstleistende zu beschäftigen. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre bereitschaft sehr groß sei, 28 Prozent bezeichneten sie als eher groß.
Potenzielle Einsatzbereiche
Fast alle Krankenhäuser, die früher Zivildienstleistende beschäftigten, würden erneut entsprechende Stellen schaffen. Hochgerechnet wären dies etwa 13.400 Zivildienststellen an rund 1.260 Krankenhausstandorten. In 93 Prozent der Krankenhäuser würden Zivildienstleistende zur Unterstützung der Pflege sowie für Patientenbegleit-, Hol- und Bringdienste eingesetzt.Auch der technische Dienst und der Hauswirtschaftsdienst wurden als mögliche Einsatzbereiche genannt.
Einblicke und Berufseinstieg
Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende der deutschen Krankenhaus-Gesellschaft, betonte die Vorteile des Zivildienstes: „Der Zivildienst bietet die Chance, jungen Menschen frühzeitig und praxisnah Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten im krankenhaus zu ermöglichen.“ Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigten,dass der Zivildienst oft ein Einstieg in Berufe in der Pflege oder im medizinischen Bereich war.
Finanzielle Herausforderungen
Ein Knackpunkt bleibt die Bezahlung. Viele Krankenhäuser können sich eine Finanzierung analog zum Bundesfreiwilligendienst vorstellen. Ein Eigenanteil von 30 Prozent an einer möglichen Vergütung von rund 2.600 Euro pro monat, wie er für freiwillig Wehrdienstleistende geplant ist, sei jedoch nicht tragbar.Neumeyer warnte, dass eine solche finanzielle Belastung für die Kliniken wirtschaftlich nicht tragbar wäre.










