Forderung nach Reformen im Gesundheitssystem
Die Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, hat angesichts langer Wartezeiten auf Facharzttermine grundlegende Reformen im Gesundheitssystem gefordert. Sie äußerte sich in der „Rheinischen Post“ kritisch über die aktuelle Situation und betonte die Notwendigkeit eines effektiven Primärversorgungssystems.
Kritik an der aktuellen Situation
Buhlinger-Göpfarth bemängelte, dass trotz einer hohen Facharztdichte in Deutschland die menschen lange auf Termine warten müssen. Sie kritisierte, dass die Politik seit Jahrzehnten nur an den Symptomen eines überlasteten Gesundheitswesens arbeite, ohne die Probleme an der Wurzel zu lösen. Ein geordnetes Primärversorgungssystem sei entscheidend, um Kapazitäten für dringende Fälle in facharztpraxen freizumachen.
Probleme im aktuellen System
Aktuell würden viele Patienten Fachärzte aufsuchen, obwohl sie dort nicht hingehörten. Buhlinger-Göpfarth beschrieb das System als chaotisch,in dem jeder auf eigene Faust versuche,sich durchzuschlagen. Union und SPD planen ein Steuerungssystem, bei dem Patienten zuerst in eine Hausarztpraxis gehen und bei Bedarf an Fachärzte überwiesen werden.
Kritik der Grünen
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Janosch Dahmen kritisierte die längeren Wartezeiten für gesetzlich Versicherte. Er bezeichnete dies als „gesundheitspolitisches Alarmzeichen“ und forderte ein verbindliches Primärarztsystem mit digitaler Terminsteuerung und medizinischer Priorisierung. Dahmen bemängelte, dass teure Zugangsprogramme ohne echte Steuerung nicht funktionierten und forderte ein schlüssiges Konzept von Ministerin Warken.










