Durchsuchung an der bundeswehr-Universität Hamburg
Mitte Januar führten bundeswehrinterne Ermittlungen zu einer Durchsuchung an der Universität der Bundeswehr Hamburg. Grund war der Verdacht auf unerlaubten Umgang mit Betäubungsmitteln, wie das Verteidigungsministerium am dienstag mitteilte. Es besteht der Verdacht, dass Betäubungsmittel nicht nur konsumiert, sondern auch von Studierenden vertrieben wurden.
Ermittlungen und Maßnahmen
Der Sachverhalt wird derzeit sowohl von zivilen Strafverfolgungsbehörden als auch bundeswehrintern untersucht. weitere Verdachtsfälle sind bekannt geworden, weshalb von mehreren Beschuldigten ausgegangen wird. Die Bundeswehr hat bereits erste disziplinare Sofortmaßnahmen ergriffen. „Jeglicher illegale Umgang mit Betäubungsmitteln hat in der Bundeswehr keinen Platz“, erklärte das Ministerium. Die Bundeswehr verfolgt eine Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Betäubungsmittel.
Prüfung von Aufnahmeritualen
Gleichzeitig werden Hinweise auf möglicherweise entwürdigende Aufnahmerituale an der Hamburger Bundeswehr-Universität geprüft. Rituale sind erlaubt, solange sie die Grenzen der guten Sitten nicht überschreiten und die Rechte der Beteiligten wahren. Verstöße werden dienstrechtlich verfolgt und können Straftaten nach dem Wehrstrafgesetz darstellen.
Frühere Vorfälle
Im letzten Jahr gab es Berichte über unangemessenes Verhalten von Soldaten an der Universität. ein junger Offizier soll seine Hose heruntergelassen haben, als eine amerikanische Soldatin die Gemeinschaftsküche betrat. auch das Ansehen von Pornos wurde berichtet. Weitere Details zu den neuen Hinweisen nannte das Ministerium nicht.











