Pistorius fordert Entschuldigung von Trump
bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, sich für dessen Äußerungen zu Afghanistan zu entschuldigen. in einem Interview für die ARD-Sendung „Caren Miosga“ erklärte Pistorius, eine Entschuldigung wäre ein Zeichen von Anstand und Respekt.
Hintergrund: Afghanistan-Einsatz
Beim Einsatz in Afghanistan kamen 59 Bundeswehr-Soldaten ums Leben, etwa 500 wurden verletzt. Pistorius kritisierte Trumps Äußerungen als respektlos gegenüber den gefallenen Verbündeten.
Reaktionen auf Trumps Äußerungen
Pistorius betonte, nicht auf jede Äußerung Trumps reagieren zu wollen. Er kündigte jedoch an, die Äußerungen bei einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth anzusprechen.
Nato-Mission in Grönland
Pistorius verteidigte die Entsendung von Bundeswehrsoldaten nach Grönland im rahmen einer Nato-erkundungsmission. Die zeitweilige Androhung von Strafzöllen durch Trump gegen europäische Länder, die Soldaten entsandt hatten, wertete er als Missverständnis.
Transatlantische Beziehungen
Pistorius äußerte, Europa könne sich nicht mehr in gleicher Weise auf die USA verlassen wie früher. Er verwies auf die laufenden Anstrengungen Europas, die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Bis 2029 soll Deutschland verteidigungsfähig sein. Trotz Spannungen zeigte sich Pistorius optimistisch hinsichtlich der Bündnisfähigkeit Europas.











