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Hausärzte warnen vor Abschaffung der telefonischen Krankschreibung

by Redaktion
20. Januar 2026 - Updated On 21. Januar 2026
in Wirtschaft
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In der Debatte um den Krankenstand in Deutschland warnen Hausärzte die schwarz-rote Koalition vor der Abschaffung der Krankschreibung per Telefon. Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, verwies auf Auswertungen der Krankenkassen, wonach die telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Missbrauch führe. Wer sie abschaffe, trage die Verantwortung dafür, dass sich wieder viele Patientinnen und Patienten ohne Not in die Praxen begeben müssten, sagte Beier dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er bezeichnete die telefonische Krankschreibung als bewährtes Instrument zum Bürokratieabbau

Hausärzte warnen vor Abschaffung der telefonischen Krankschreibung

In der Debatte um den Krankenstand in Deutschland haben die Hausärzte die schwarz-rote Koalition davor gewarnt,die Krankschreibung per Telefon wieder abzuschaffen. Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, verwies auf Auswertungen der Krankenkassen, die seiner Darstellung nach keinen erhöhten Missbrauch durch telefonische Krankschreibungen zeigen.

Argumente für den Erhalt der Telefon-Krankschreibung

Beier bezeichnete die telefonische Krankschreibung als bewährtes Instrument zum Bürokratieabbau. Sie entlaste die Praxen und schütze Patientinnen und patienten vor Ansteckungen im Wartezimmer, erklärte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Die telefonische Krankschreibung sei kein „regelfreier Raum“.

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Der Verbandschef betonte, dass für die Krankschreibung per Telefon klare Regeln gelten. Patientinnen und Patienten müssten der Praxis persönlich bekannt sein. Zudem dürfe die Krankschreibung maximal fünf Tage dauern.

Kritik an Forderungen der Arbeitgeber

Beier kritisierte die Forderung von Arbeitgebern nach einer Abschaffung der telefon-Krankschreibung. Diese Forderung habe nach seiner einschätzung keine belastbare Grundlage. Er äußerte die Hoffnung, dass die Politik sich an Fakten orientiere.

Probleme sieht der Verbandschef nicht bei kürzeren Krankschreibungen,etwa wegen Atemwegserkrankungen,sondern bei längeren Ausfällen.

Fokus auf Langzeitkrankschreibungen

Verteilung der Fehlzeiten

Beier verwies auf Langzeitkrankschreibungen von mehr als sechs Wochen. Diese machten nach seinen Angaben zwar nur 3,5 Prozent aller arbeitsunfähigkeitsfälle aus, verursachten aber über 40 Prozent der Fehlzeiten.

Forderung nach Reform des Hamburger modells

Wer die Fehlzeiten in Deutschland reduzieren wolle, müsse bei einer effizienten und therapeutisch sinnvollen Wiedereingliederung ansetzen, erklärte der Verbandschef. Dazu müsse das sogenannte Hamburger Modell zur schrittweisen Rückkehr in den Arbeitsalltag reformiert werden.Es solle seiner Forderung nach verbindlich für alle Arbeitgeber in Deutschland gelten.

Originalquelle: DTS Nachrichtenagentur
Tags: ArbeitsmarktDEUGesundheitNormal
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