EU plant Sondergipfel zu US-Zolldrohungen
Die Europäische Union hat auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert und einen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs angekündigt.Der Gipfel soll in den kommenden Tagen stattfinden, um eine koordinierte Antwort auf die angedrohten Sonderzölle im Zusammenhang mit dem Streit um Grönland zu erarbeiten.
Planungen für Treffen in Brüssel
EU-Ratspräsident António Costa teilte am Sonntag mit,dass der sondergipfel zeitnah einberufen werde.Berichten zufolge ist der Gipfel am Donnerstag in Brüssel vorgesehen. Ziel ist eine gemeinsame Linie der Mitgliedstaaten gegenüber den USA.
Mögliche Gegenmaßnahmen der EU
Automatisches Inkrafttreten von Gegenzöllen
Nach Angaben aus EU-Kreisen gibt es zunächst noch keine Einigung über die Verhängung neuer Gegenzölle gegen die USA. Sollte es in der neuesten Runde des Zollstreits keine Einigung mit den USA geben, würden die bereits im Juli vorgesehenen Gegen-Strafzölle im Umfang von 93 Milliarden Euro automatisch am 6. Februar in Kraft treten.
Diese Maßnahmen würden unter anderem US-Bourbon, Flugzeugteile, Sojabohnen und Geflügel betreffen.
Handelsabkommen auf unbestimmte Zeit verschoben
Das Europäische Parlament hat die Verabschiedung des Handelsabkommens mit den USA auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Abkommen sah ursprünglich Zollfreiheit für US-Waren und einen 15-Prozent-Zoll auf EU-Waren in den USA vor.
Reaktionen europäischer Politiker
Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Kollegen kündigten eine geeinte und koordinierte Reaktion der EU auf die Zolldrohungen der USA an.Außenminister Johann Wadephul schloss Gegenzölle nicht aus und betonte, dass weitere Maßnahmen der USA eine europäische Antwort erfordern würden.
Gespräche zur Sicherheitslage in Grönland
Nato-Generalsekretär Mark Rutte sprach mit US-Präsident Donald Trump über die Sicherheitslage in Grönland und der Arktis. Er kündigte weitere Gespräche zu diesen Themen an.











