Verteidigungsminister Pistorius bezeichnet Bundeswehreinsatz in Grönland als zeitlichen Zufall
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat den aktuellen Einsatz von Bundeswehrsoldaten in Grönland als zeitlichen Zufall bezeichnet. In den ARD-„Tagesthemen“ sagte er am Donnerstag, es sei ein „zeitlicher Zufall“, dass die Soldaten gerade in der jetzigen Situation nach Grönland entsendet worden seien.
Mögliche Konfrontation von Nato-Soldaten in Grönland
Pistorius verwies auf die Debatte um ein mögliches Eingreifen der USA in Grönland. Sollten sich auf der Insel tatsächlich Nato-Soldaten gegenüberstehen, wäre dies nach seinen Worten „ein einzigartiger, historisch einmaliger Vorgang in der Geschichte eines Bündnisses, das so erfolgreich funktioniert hat seit 80 Jahren“.
Er betonte zugleich, ein solcher Fall sei „kaum vorstellbar und wir richten uns darauf auch nicht ein, und ich persönlich rechne auch nicht damit“. Die USA bestünden nicht nur aus der Trump-management, sagte Pistorius. „Kongress und Senat sind auch noch da.“
Reaktion auf Pläne von donald Trump
Auf die Frage,ob der damalige US-Präsident Donald Trump seine Pläne aufgeben werde,erklärte der Verteidigungsminister,man nehme ihm sein Hauptargument,„indem wir sagen,wir sichern dieses territorium,deine Sicherheitsbedenken,die teilen wir nicht nur,sondern wir setzen uns dafür ein,ihnen gemeinsam zu begegnen“.
Es gehe darum, „dass wir gemeinsam unseren Verpflichtungen nachkommen, Nato-Territorium zu schützen“.
Strategische bedeutung der Arktis
Pistorius verwies auf die wachsende sicherheitspolitische Bedeutung der Arktis. Diese habe sich zu einem Raum entwickelt, „in dem vor allem Russland und zunehmend auch China mit seiner wachsenden Marine eine wichtige Rolle spielen“.
Bei der jetzigen Erkundung in grönland gehe es darum zu prüfen, „wie können wir dort üben im großen Stil“.Bislang sei man zu See unterwegs gewesen,so der Minister. „Jetzt geht es um die Frage, wie können wir auch zu Land üben.“ Man wolle wissen, „wie die Bedingungen sind, Fakten sammeln“. Das sei „der Blick ins Gelände“.
Politischer Status Grönlands und Rolle der Nato
Grönland, das Kernland Dänemark und die Färöer sind autonome Bestandteile des Königreichs Dänemark. Dennoch erhebt US-Präsident Donald Trump Anspruch auf die Insel zwischen dem Nordatlantik und dem nordpolarmeer.Die USA, Dänemark, Deutschland und 29 weitere Staaten sind Teil des Verteidigungsbündnisses Nato. Die Mitgliedsstaaten sind damit verpflichtet, Beistand zu leisten, wenn ein Mitglied militärisch angegriffen wird.











