Handwerkspräsident fordert zügigen Bürokratieabbau
Der präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, hat die Bundesregierung aufgefordert, den angekündigten Bürokratieabbau schnell umzusetzen. Aus seiner Sicht sollten überflüssige Regelungen zügig gestrichen werden.
forderung nach spürbarer Entlastung der Betriebe
Kritik an Bonpflicht und Nachweispflichten
Dittrich sagte der „Bild“ (Montagsausgabe), die Betriebe bräuchten sofort spürbare Entlastungen. Die Abschaffung der Bonpflicht stehe zwar in der Modernisierungsagenda der Bundesregierung, für die Betriebe zähle dies jedoch erst, wenn diese Verpflichtung tatsächlich wegfalle. Es gebe insgesamt zu viele aus seiner Sicht unsinnige Regelungen.
Nach seinen Angaben frisst die Vielzahl an Nachweisen Zeit, geld und Nerven. Kaum etwas müsse nicht dokumentiert werden, häufig nur, damit es abgeheftet werde. Betriebe müssten oft schriftlich erklären, dass sie keine Fehler gemacht hätten.
Belastung für junge Meister
Dittrich kritisierte, dass Betriebe vielfach Dinge schriftlich nachweisen müssten, die bereits digital oder automatisch erfasst würden. Dies schrecke insbesondere junge Meister davor ab, sich selbstständig zu machen.
Forderung nach Umsetzung der Modernisierungsagenda
Der ZDH-Präsident forderte die Bundesregierung auf, die geplante Modernisierungsagenda konsequent umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die Betriebe sollten nach seinen Worten nicht länger so viel Kraft darauf verwenden müssen, sich durch einen aus seiner Sicht schwer durchschaubaren Bürokratiedschungel zu arbeiten, sondern ihre eigentliche handwerkliche Tätigkeit ausüben können.











