Forderung nach mehr Bundespolizisten für den schutz des Bundeskanzleramtes
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine deutliche verstärkung des Personals der Bundespolizei zum Schutz des Bundeskanzleramtes. „Wir brauchen eine erhebliche personelle Aufstockung – aus unserer Sicht weit über 100 Kräfte“, sagte der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).
hintergrund: Erweiterungsbau im Kanzlerpark
Zusätzlicher Schutzbedarf während der Bauphase
Hintergrund der Forderung ist der fortgeschrittene Erweiterungsbau der regierungszentrale im sogenannten Kanzlerpark, der voraussichtlich 2027 fertiggestellt sein soll. „Bereits während der Bauphase sind Schutzmaßnahmen durch die Bundespolizei erforderlich.Hierfür ist schon mehr Personal notwendig“, erklärte Roßkopf.
Mehr Personal nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus
Nach Angaben von Roßkopf wird ein weiterer Personalausbau mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus unerlässlich sein. Die zusätzlichen Kräfte sollen dauerhaft für den erweiterten Schutz des Bundeskanzleramtes eingeplant werden.
Finanzierung und laufende Gespräche
Zusätzliche Mittel für die Bundespolizei gefordert
Der geforderte Personalaufwuchs müsse nach Ansicht der Gewerkschaft mit zusätzlichen finanziellen Mitteln hinterlegt werden. Die bundespolizei könne die dauerhaft einzurichtenden Stellen aus dem aktuellen Etat nicht finanzieren. „Aus dem jetzt laufenden Haushalt wäre dies eine Mehrbelastung, welche uns zwingen würde, woanders einzusparen“, warnte Roßkopf.
Derzeitiger Personalstand und erwartete Kosten
Laut Gewerkschaft sorgen im Bundeskanzleramt derzeit gut 300 Bundespolizisten für die Sicherheit. Durch den angestrebten Stellenaufwuchs würden Personalkosten von rund acht Millionen Euro anfallen. Zu den geplanten zusätzlichen Stellen liefen derzeit Gespräche, so Roßkopf.











