Krüger fordert einbeziehung des Nabu in möglichen Zivildienst
Vor dem hintergrund der geplanten Einführung eines neuen Wehrdienstes fordert der Präsident des naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Jörg-Andreas Krüger, eine Einbindung seines verbandes in einen möglichen Zivildienst. „Nach dem Wehrdienstgesetz wird auch die Diskussion über ein Zivildienstgesetz wieder aufflammen“, sagte Krüger dem Nachrichtenportal T-Online. „Ich bin für einen verpflichtenden Zivildienst, der auch beim Nabu möglich wäre.“
Fokus auf ökologische resilienz im Zivildienst
Krüger verwies auf seine eigenen Erfahrungen im Zivildienst. „Ich weiß, dass das für viele junge Menschen eine Herausforderung wäre. Aber ich habe den Zivildienst als wahnsinnig prägende Zeit wahrgenommen.“
Der Klimawandel werde die gesellschaft in Zukunft stark fordern, sagte der Nabu-Präsident. Er nannte als Beispiele Dürren, Brände und Starkregen. „Beim Zivildienst einen Fokus auf ökologische Resilienz zu legen, halte ich für sehr sinnvoll“, erklärte der Verbandsfunktionär.
Ehrenamt im Nabu und Umgang mit der AfD
Bedeutung der Ehrenamtlichen
Gleichzeitig hob Krüger die Rolle der Ehrenamtlichen für die Arbeit des Nabu hervor. Ohne sie sei die Arbeit des Verbandes nicht zu leisten, betonte er sinngemäß.
Kritik an der AfD und Druck auf Ehrenamtliche
Krüger warnte in diesem Zusammenhang vor der AfD. „Die AfD lehnt unsere Arbeit grundsätzlich ab, stellt wissenschaftliche Erkenntnisse wie den menschengemachten Klimawandel infrage und greift Umweltverbände regelmäßig an.Mit dieser Partei gibt es für uns keine Zusammenarbeit“, sagte er.Vor Ort erlebten die Ehrenamtlichen des nabu häufig Ablehnung, berichtete Krüger. diese reiche „teils schon gegenüber der bloßen Existenz des Nabu – bis hin zu üblen Beleidigungen“. Manchmal gebe es auch „Vereinnahmungsversuche durch AfD-Vertreter“. Beides sei schwierig und müsse geklärt werden.
Man wolle niemanden in Konfrontationen zwingen, stellte Krüger klar. „Ehrenamtliche sollen keine politischen Konflikte auf der Straße austragen müssen.“ Zugleich wies er auf regionale Unterschiede hin: „In manchen Regionen, gerade in Ostdeutschland, ist der Druck besonders hoch. Dafür haben wir großes Verständnis.“











