SV Elversberg gewinnt Bundesliga-Debüt gegen Leverkusen mit 3:2

Aufsteiger führt nach starkem Beginn früh 3:0 – Bayer kämpft sich in der Schlussphase zurück, ohne den Ausgleich zu erzwingen

SV Elversberg – Bayer 04 Leverkusen

Die SV Elversberg hat ihr erstes Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte gewonnen. Gegen Bayer 04 Leverkusen führte der Aufsteiger schnell mit 3:0, musste in der Schlussphase aber noch zittern, ehe der 3:2-Sieg feststand.

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Die SV Elversberg hat ihre historische Bundesliga-Premiere mit einem Sieg gekrönt. Als 59. Verein der Bundesliga-Geschichte trat der Aufsteiger am 29. August 2026 gegen Bayer 04 Leverkusen an – und legte dabei den schnellsten Zwei-Tore-Start eines Debütanten in der Liga hin.

Blitzstart der Saarländer

Unter Trainer Vincent Wagner, der gegenüber dem Pokalspiel in Duisburg auf drei Positionen wechselte, ging Elversberg von Beginn an mutig zu Werke. Bereits nach acht Minuten traf Lukas Petkov mit einem abgefälschten Schuss aus 16 Metern zum 1:0. Nur eine Minute später erhöhte Cole Campbell nach einem Leverkusener Fehlpass auf 2:0.

Die Werkself um Kapitän Tapsoba, der an der Entstehung des zweiten Gegentors maßgeblich beteiligt war, wirkte in der Anfangsphase überfordert. Torhüter Flekken, der für den im Pokal eingesetzten Blaswich ins Tor gerückt war, verhinderte in der 15. Minute mit einer Parade gegen Onyeka das dritte Gegentor.

Chancen auf beiden Seiten vor der Pause

Leverkusen kam im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zu Gelegenheiten: Innenverteidiger Badé köpfte in der 20. Minute knapp vorbei, ein abgefälschter Freistoß von Aleix García landete in der 37. Minute am Querbalken. Auf der Gegenseite verpasste David Mokwa in der 33. Minute nur knapp eine Hereingabe von Lasse Günther. Mit der 2:0-Führung für die Gastgeber ging es in die Kabine.

Mokwa erhöht direkt nach Wiederanpfiff

Nur 25 Sekunden nach dem Seitenwechsel baute Elversberg die Führung weiter aus: Petkov bediente Mokwa, der sich im Fünfmeterraum gegen Badé durchsetzte und zum 3:0 einschob.

Bayer-Trainer Carles Martinez reagierte kurz darauf mit einem Dreifachwechsel, unter anderem kam Neuzugang Medina ins Spiel. Zunächst blieb der Einfluss der eingewechselten Spieler jedoch gering, SVE-Torhüter Kristof musste über weite Strecken keine nennenswerte Parade zeigen.

Späte Leverkusener Aufholjagd

Mit fortschreitender Spielzeit ließen die Kräfte bei den Saarländern nach. In der 77. Minute verkürzte Patrik Schick per Hacke auf 3:1, nachdem er einen Schuss von Maza geschickt umgelenkt hatte. Kurz vor Schluss brachte Elversberg noch frische Kräfte, ersetzte unter anderem Torschütze Mokwa durch Luca Schnellbacher.

In der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal eng: Nach einem Lattentreffer von Boniface verwertete der eingewechselte Christian Kofane in der 91. Minute den Nachschuss zum 3:2-Anschlusstreffer. Leverkusen drängte in der Folge auf den Ausgleich, mehrere Paraden von Torhüter Kristof sicherten der SVE jedoch den knappen Sieg.

Ruhiger Polizeieinsatz trotz Pyrotechnik

Rund 10.000 Zuschauer verfolgten die Partie an der Kaiserlinde. Nach Angaben der Polizei verlief der Einsatz von etwa 70 Kräften weitgehend ohne größere Zwischenfälle. Lediglich zu Spielbeginn wurde im Gästeblock Pyrotechnik gezündet, die Ermittlungen dazu dauern an. Dank eines erweiterten Park-and-Ride- und Shuttle-Service kam es im Vorfeld nur zu kurzzeitigen Verkehrsbeeinträchtigungen. Auch die Abreise der Fans verlief überwiegend störungsfrei, vereinzelte verbale Provokationen blieben ohne größere Auseinandersetzungen.

Ausblick

Für die SV Elversberg geht es am kommenden Samstag um 15:30 Uhr mit dem ersten Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach weiter. Zeitgleich trifft Bayer Leverkusen erneut auf einen Gegner, gegen den es nach der Niederlage gegen Union Berlin um eine Reaktion geht.

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