St. Ingbert: Nachhaltigkeitsbeauftragter fordert Ende der Schottergärten

Claus Günther warnt vor Hitzeinseln und Hochwassergefahr durch Steinflächen in Vorgärten

Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert News & Nachrichten

Der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt St. Ingbert, Claus Günther, fordert eine konsequente Umsetzung der Begrünungspflichten und wendet sich gegen die zunehmende Anlage von Schottergärten. Auch Oberbürgermeister Ulli Meyer wirbt für mehr Grünflächen.

Anzeige AWO Sulzbach

Der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt St. Ingbert, Claus Günther, spricht sich gegen die zunehmende Anlage von Schottergärten aus. Er fordert eine konsequente Umsetzung der bestehenden Begrünungspflichten.

„Schottergärten sind keine Gärten. Sie sind Hitzeinseln, die unsere Umwelt belasten und wertvolle Lebensräume zerstören“, so Günther laut Mitteilung.

Auswirkungen auf Klima und Artenvielfalt

Nach Angaben Günthers heizen sich Schotterflächen im Sommer stark auf und speichern kaum Wasser. Das trage zur Überhitzung von Wohngebieten bei. Gleichzeitig böten die Flächen weder Nahrung noch Lebensraum für Insekten, Vögel oder andere Kleintiere.

„In Zeiten von Klimawandel und Artensterben können wir es uns nicht leisten, Vorgärten in graue Steinwüsten zu verwandeln“, sagte Günther.

Laut Mitteilung verhindern zudem die in Schottergärten häufig eingebauten Vliese ein schnelles Versickern von Regenwasser bei Starkregenereignissen. Dies erhöhe die Hochwassergefahr.

Bestehende Vorschriften

Die Landesbauordnungen schreiben vor, dass nicht überbaute Flächen zu begrünen oder zu bepflanzen sind. Mehrere Kommunen, darunter St. Ingbert, setzen diese Vorgaben nach eigenen Angaben zunehmend durch.

Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer setzt sich ebenfalls für eine Reduzierung von Schottergärten ein:

„Wir wollen keine Strafen verhängen, sondern Bewusstsein schaffen. Jeder Quadratmeter Grün in unserer Stadt hilft, das Mikroklima zu verbessern, Regenwasser zu versickern und die Artenvielfalt zu stärken.“

Alternativen zum Schottergarten

Günther ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, pflegeleichte und naturnahe Alternativen zu wählen. Dazu zählen laut Mitteilung:

  • heimische Stauden
  • Wildblumenflächen
  • begrünte Vorgärten
  • klimaresiliente Gehölze

„Ein lebendiger Garten ist nicht nur schöner – er ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Günther.

Der jährlich stattfindende St. Ingberter Gartenwettbewerb biete Bürgern nach Angaben der Stadt eine Möglichkeit, sich über alternative Gartengestaltung zu informieren. Der Nachhaltigkeitsbeauftragte Claus Günther gibt zudem Tipps zur Umgestaltung von Schottergärten. Kontakt: nachhaltigkeitsbeauftragter@st-ingbert.de.

Artikel teilen


Toyota Scheidt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen