Die Vegetationsbrände in Belgien und Teilen Deutschlands haben seit Samstag in St. Ingbert deutliche Auswirkungen gezeigt. Über mehrere Tage kam es durch die Wetterlage zu starkem Raucheintrag, Brandgeruch und teilweise erheblichen Sichteinschränkungen. Auch die Luftqualität war zeitweise beeinträchtigt.
Warnsysteme mehrfach ausgelöst
Der Bevölkerungsschutz der Stadtverwaltung und die städtische Krisenkommunikation nahmen unmittelbar die Lagebeobachtung und Information der Bevölkerung auf. Parallel dazu wurden durch Kreis und Land wiederholt die Warnsysteme NINA, KATWARN und Cell Broadcast ausgelöst, um über die Situation und Handlungsempfehlungen zu informieren. Unter anderem sollten Bewohner Fenster und Türen schließen.
Am Samstagabend konnte zunächst Entwarnung gegeben werden. Bereits am Sonntagmorgen kam es erneut zu deutlichem Raucheintrag, bevor sich die Situation am frühen Nachmittag wieder entspannte. Am Montagmorgen gegen 10 Uhr nahm die Rauchbelastung erneut so stark zu, dass nochmals eine Gefahreninformation für die Bevölkerung erforderlich war.
Feuerwehr mehrfach im Einsatz
Die Feuerwehr St. Ingbert war während der gesamten Lage mehrfach im Einsatz. Bei Erkundungseinsätzen wurde unter anderem überprüft, ob die wahrgenommene Rauchentwicklung möglicherweise auf ein Schadfeuer im Stadtgebiet zurückzuführen war. Brandereignisse lagen nicht vor.
Ein weiterer Einsatz erfolgte auf einer Baustelle, auf der rund 20 Bauarbeiter über Atemwegsreizungen klagten. Feuerwehr und Bevölkerungsschutz erkundeten die Situation vor Ort. Den Betroffenen wurde empfohlen, sich vorsorglich in ärztliche Behandlung zu begeben.
Keine unmittelbare Gefahr laut Gesundheitsministerium
Laut Gesundheitsministerium bestand keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. Die Feinstaubwerte seien infolge der Rauchentwicklung angestiegen, lägen jedoch nicht über Belastungen, wie sie etwa bei winterlichen Inversionswetterlagen oder in Silvesternächten auftreten können.
Entspannung der Lage erwartet
Nach derzeitiger Einschätzung der Stadtverwaltung ist nicht davon auszugehen, dass es erneut zu einem vergleichbar starken Raucheintrag kommt. Ausschlaggebend dafür ist, dass der Brand im Hohen Venn in Belgien deutlich unter Kontrolle gebracht werden konnte. Der Bevölkerungsschutz der Stadtverwaltung will die weitere Entwicklung beobachten und bei einer Veränderung der Lage erneut informieren.
Die Stadt empfiehlt weiterhin, bei auffälliger Rauchentwicklung die aktuellen Informationen und Warnungen von NINA, KATWARN und Cell Broadcast zu beachten.



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