St. Ingbert. Die Polizeiinspektion St. Ingbert hat das Verkehrsunfalllagebild für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach wurden im Stadtgebiet insgesamt 1.450 Verkehrsunfälle erfasst – 173 mehr als im Vorjahr 2024, was einem Anstieg von rund 13,55 Prozent entspricht. Laut Mitteilung der Polizei könne man die Gesamtunfallzahlen damit als leicht zunehmend bezeichnen.
Keine Verkehrstoten im Jahr 2025
Ein zentrales Ergebnis der Bilanz: Im vergangenen Jahr kam niemand bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nach Angaben der Polizei waren in den Jahren 2022 und 2023 jeweils eine Person und 2024 drei Personen im Zuständigkeitsbereich der Inspektion tödlich verletzt worden. In den Jahren 2020 und 2021 hatte es ebenfalls keine Verkehrstoten gegeben.
Mehr Verletzte, stabile Schwerverletzten-Zahl
Bei 139 Unfällen mit Personenschaden (Vorjahr: 120) verunglückten insgesamt 191 Personen (Vorjahr: 166). Die Zahl der Schwerverletzten blieb mit 25 Personen annähernd konstant (Vorjahr: 26). Die Zahl der Leichtverletzten stieg hingegen von 137 auf 166 – ein Anstieg von rund 21 Prozent.
Weniger Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss
Positiv entwickelte sich laut Polizei die Zahl der Unfälle unter Einfluss von Alkohol oder Drogen: Sie sank von 34 auf 26 Fälle, ein Rückgang von rund 23,5 Prozent.
Unfallfluchten deutlich gestiegen
Einen deutlichen Anstieg verzeichnete die Polizei bei den Unfallfluchten: 2025 wurden 391 Fälle registriert, nach 316 im Vorjahr. Davon konnten 121 Fälle geklärt werden (Vorjahr: 114).
Häufigste Unfallursachen
Als häufigste Unfallursachen nennt die Polizei in ihrer Mitteilung:
- Ungenügender Sicherheitsabstand
- Überhöhte Geschwindigkeit
- Vorfahrtsfehler
- Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren
Diese Schwerpunkte entsprechen nach Angaben der Inspektion dem Bild der Vorjahre.
Altersgruppen im Fokus
Bei den Unfällen mit Personenschaden lagen im Jahr 2024 – für das Jahr 2025 liegen nach Angaben der Polizei noch keine abschließenden altersgruppenbezogenen Auswertungen vor – die 55- bis 64-Jährigen gemeinsam mit den 25- bis 34-Jährigen mit jeweils 28 verursachten Unfällen an der Spitze, gefolgt von der Gruppe der 45- bis 54-Jährigen mit 19 Unfällen.
Neue Verkehrsführung in der Kohlenstraße zeigt Wirkung
Nach Einschätzung der Polizeiinspektion dürften sich zwei frühere Unfallhäufungspunkte im Innenstadtbereich durch die neue Verkehrsführung in der Kohlenstraße erledigt haben. Betroffen waren demnach die Einmündung Ludwigstraße / Kohlenstraße / Josefstaler Straße sowie die Kreuzung St. Barbara Straße / Rickertstraße / Kohlenstraße. Durch die geänderte Verkehrsführung und neue Regelungen der Ampelschaltungen bestünden die früheren Konfliktbeziehungen nicht mehr oder seien entschärft worden.
„Durch die neuen Verkehrsführungen und der Gegenläufigkeit der Kohlenstraße konnte bislang KEINE Häufung von Verkehrsunfällen oder ein erhöhtes Konfliktpotential festgestellt werden.“
So Erster Polizeihauptkommissar Torsten Towae, Leiter der Polizeiinspektion St. Ingbert, in der Mitteilung.
Auswertung noch nicht abgeschlossen
Die Polizei weist darauf hin, dass ein rein jahresbezogener Vergleich der Unfalldaten angesichts statistisch kleiner Fallzahlen im Landes- und Bundesvergleich nur begrenzt aussagekräftig sei. Eine abschließende Bewertung durch die Örtliche Verkehrsunfallkommission stehe noch aus und könne erst nach Vorliegen der vollständigen ortsbezogenen Auswertung erfolgen. Die Straßenverkehrsbehörde der Stadt und die Polizeiinspektion stünden nach eigenen Angaben unabhängig davon in einem kontinuierlichen Austausch, um Auffälligkeiten im Straßenverkehr frühzeitig zu erkennen.



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