Radebeul hat seit kurzem einen neuen Hingucker im Straßenbild: An der Fußgängerampel Schildenstraße/Ecke Meißner Straße, unmittelbar vor dem neu entstehenden Empfangsgebäude des Karl-May-Museums, zeigt eine Ampel künftig einen stilisierten Cowboy, der an die Romanfigur Old Shatterhand erinnern soll.
Die neuen Symbolscheiben wurden im Beisein von Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche, des St. Ingberter Oberbürgermeisters Dr. Ulli Meyer, des Beigeordneten Albrecht Hauck sowie einer Bürger- und Feuerwehrdelegation aus der saarländischen Partnerstadt eingeweiht.
Geschenk zum Jubiläum
Die Motivampel ist ein Geschenk der Stadt St. Ingbert an Radebeul anlässlich des 35. Jahrestages der Städtepartnerschaft. Die beiden Ampelscheiben zeigen einen Cowboy – einmal stehend, einmal in Bewegung – und nehmen damit Bezug auf die Karl-May-Stadt Radebeul und das angrenzende Karl-May-Museum.
Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer äußerte sich laut Pressemitteilung zu der Aktion:
„Unsere Städtepartnerschaft lebt von den Menschen, die sie mit Leben füllen. Mit der Cowboy-Ampel schenken wir Radebeul ein kleines, aber dauerhaft sichtbares Zeichen unserer Verbundenheit. Sie verbindet auf charmante Weise Radebeuls Karl-May-Tradition mit der Freundschaft zwischen unseren beiden Städten.“
Ursprung in wirtschaftlichen Kontakten
Die Verbindung zwischen Radebeul und St. Ingbert gehört zu den langjährigsten deutsch-deutschen Städtepartnerschaften. Ihren Ursprung hat sie in wirtschaftlichen Kontakten zwischen der Firma Haaf aus St. Ingbert und dem damaligen VEB Druckmaschinenwerke Planeta, heute König Bauer AG, in Radebeul. Die offizielle Partnerschaftsvereinbarung wurde am 24. Juni 1988 unterzeichnet.
Beide Städte verbindet neben einer vergleichbaren Einwohnerzahl auch ihre Bedeutung als Industriestandorte. Zugleich prägen ein Kultur- und Sportleben sowie eine Kunstszene das Leben in Radebeul und St. Ingbert.
Jahrzehntelange Zusammenarbeit
In den vergangenen fast vier Jahrzehnten ist daraus nach Angaben der Mitteilung ein partnerschaftliches Miteinander entstanden. Dazu gehören:
- Bürgerfahrten
- Jubiläumsfeiern
- kultureller Austausch
- gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten
So halfen die Partner aus St. Ingbert Radebeul unter anderem nach den Hochwassern 2002 und 2013. Umgekehrt unterstützte Radebeul St. Ingbert nach dem Brand der St. Josefs Kirche.
Eine Rolle spielen bis heute auch die Kontakte zwischen den Freiwilligen Feuerwehren und dem Rotary-Club beider Städte.



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