Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 des Saarpfalz-Gymnasiums haben am letzten Schultag vor den Sommerferien mit Oberbürgermeister Michael Forster über die Zukunft Homburgs diskutiert. Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Gemeindepolitik“ hatten sich die Jugendlichen in den Wochen zuvor mit der Frage beschäftigt, wie die Stadt aus ihrer Sicht weiterentwickelt werden könnte. Begleitet wurde der Austausch von Schulleiterin Katja Grauvogel und Lehrer Christian Bachmann.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten die Jugendlichen dem Oberbürgermeister in Form von Kurzfilmen und Podcasts. Nach Angaben der Stadt hatte es bereits in der Vergangenheit einen ähnlichen Austausch gegeben.
„Mir ist es wichtig, nicht nur die Anliegen der Erwachsenen zu kennen, sondern auch die Sichtweise der jungen Menschen zu hören. Schließlich gestalten sie die Zukunft unserer Stadt mit“, sagte Forster.
Multifunktionsplatz als Treffpunkt
Ein Thema, das laut Mitteilung auf großes Interesse stieß, war die Schaffung eines Multifunktionsplatzes als Treffpunkt für Sport, Bewegung und Begegnung. In der Diskussion ging es unter anderem um geeignete Standorte und Anforderungen an eine solche Fläche. Die Schülerinnen und Schüler sprachen sich für einen gut erreichbaren Ort aus, während aus Sicht der Verwaltung auch Aspekte wie Lärmschutz und die Einbindung in bestehende Strukturen berücksichtigt werden müssten. Als möglicher Standort wurde der Bereich des Stadtparks genannt, wo bereits Freizeitangebote für junge Menschen vorhanden seien.
Idee eines „Projekte-Hauses“
Großes Interesse zeigten die Jugendlichen zudem an einem sogenannten „Projekte-Haus“. Zwei Schülerinnen stellten dazu Ergebnisse von Interviews mit verschiedenen Klassenstufen vor. Die Idee sieht einen Ort vor, an dem Jugendliche gemeinsam Sport treiben, handwerklich arbeiten, eigene Projekte verwirklichen oder Zeit miteinander verbringen können. Dabei habe sich gezeigt, dass sich viele junge Menschen zusätzliche Möglichkeiten wünschten, ihre Freizeit außerhalb des eigenen Zuhauses zu gestalten.
Mobilität und Innenstadt
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Mobilität. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten verschiedene Ansätze, wie die Erreichbarkeit innerhalb der Stadt verbessert werden könnte – darunter E-Scooter, bestehende Busverbindungen sowie neue, digital unterstützte Mobilitätsangebote. Forster verwies darauf, dass eine Verbesserung der Mobilität viele Bevölkerungs- und Altersgruppen betreffe und dazu auch verwaltungsintern bereits Überlegungen angestellt würden.
Auch Ideen zur Stärkung der Innenstadt kamen zur Sprache. Die Jugendlichen regten Vergünstigungen für Schülerinnen und Schüler in Geschäften, Cafés oder Bäckereien an, um die Attraktivität des lokalen Handels für junge Menschen zu erhöhen und die Innenstadt zu beleben. Forster begrüßte den Ansatz und sagte zu, die Anregung in entsprechenden Gesprächen einzubringen.
Weitere Beteiligung angekündigt
Der Oberbürgermeister erklärte, die vorgestellten Ideen lieferten Impulse für die Arbeit von Verwaltung und Politik. Die Beiträge wurden der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und sollen in künftige Überlegungen einfließen.
Forster kündigte zudem an, die Schülerinnen und Schüler erneut zu beteiligen, sobald konkrete Pläne für die Entwicklung der Oberen und Unteren Allee vorlägen, da die Schule zwischen beiden Straßen liege.
„Wer von Entscheidungen betroffen ist, sollte die Möglichkeit haben, seine Meinung einzubringen. Deshalb freue ich mich darauf, den Dialog mit Euch fortzusetzen“, sagte Forster.



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