Die Biosphäre Bliesgau richtet ihr diesjähriges Biosphärenfest am 30. August in Walsheim aus, einem Ortsteil der Gemeinde Gersheim. Es ist die 20. Auflage der Veranstaltung. Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischen Open-Air-Gottesdienst auf der großen Bühne am Sportplatz und endet gegen 18 Uhr.
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Nach Angaben der Gemeinde leben in Walsheim knapp 900 Einwohnerinnen und Einwohner. Fast die Hälfte der 98 Ausstellerinnen und Aussteller kommt laut Mitteilung aus Walsheim oder der Gemeinde Gersheim.
Bürgermeister Michael Clivot äußerte sich zur Veranstaltung:
„Das Biosphärenfest ist und bleibt eine wunderbare Bühne, um die Vielfalt und Stärke unserer Biosphäre Bliesgau erlebbar zu machen. Wir freuen uns sehr, Gastgeber zu sein. Walsheim bietet mit seiner engagierten Dorfgemeinschaft und der reizvollen Lage beste Voraussetzungen für ein gelungenes Fest. Besonders freut mich, dass fast die Hälfte der 98 Ausstellerinnen und Aussteller aus Walsheim oder unserer Gemeinde kommt und gemeinsam ein vielfältiges biosphärisches Programm auf die Beine stellt. In diesem Jahr bieten wir erstmals eine neue Online-App an, die eine einfache Orientierung vor Ort ermöglicht. Nutzerinnen und Nutzer können sich auch bereits im Vorfeld über die zahlreichen Angebote informieren und ihren Veranstaltungstag individuell planen, damit sie nichts verpassen, was sie persönlich interessiert.“
Regionale Zutaten und Bühnenprogramm
Ortsvorsteher Rainer Bachmann erklärte, dass in den Kochtöpfen und auf den Grillrosten der Vereine nach Angaben der Mitteilung fast ausschließlich regionale Zutaten verarbeitet werden.
„In Walsheim sind die Wege für Fleisch, Käse und Gemüse besonders kurz. Denn zentral in der Ortsmitte gelegen versorgt die Werkgemeinschaft ‚Neue Haus Sonne gGmbH‘, eine anthroposophisch orientierte Einrichtung der Eingliederungshilfe, die Festküchen mit besten Zutaten in Demeter-Qualität, die an vielen Ständen zu finden sein wird. Auch das Rahmen- und Bühnenprogramm mit nahezu 30 Beiträgen kommt aus Walsheim und Umgebung.“
Historischer Brauereikeller öffnet seine Tore
Walsheim ist nach Angaben der Mitteilung auch für seine Biertradition bekannt. Die ehemalige Walsheimer Brauerei war in den 1930er Jahren die größte Brauerei im Saargebiet und beschäftigte demnach 300 Mitarbeitende. Ihr Bier wurde laut Mitteilung bis nach Südamerika und Afrika exportiert.
Der unter Denkmalschutz stehende Brauereikeller mit seinen 16 Kuppeln öffnet am Festtag seine Tore. Dort, wo früher die Fässer gelagert und gekühlt wurden, finden ein zentraler „Kaffeenachmittag“ und zwei Ausstellungen statt. Auf dem Hof des ehemaligen Brauereigeländes schenkt die Familie Raffel nach Angaben der Mitteilung ihr Walsheimer Bier aus. Auf der Festmeile sind zudem drei weitere Mikrobrauereien vertreten.
Partnerbetriebe und Naturschutzverbände beteiligt
Landrat Frank John, Verbandsvorsteher des Biosphärenzweckverbandes, äußerte sich ebenfalls zur Veranstaltung:
„Ich bin beeindruckt mit welchem Elan Walsheim auf die Zielgerade zum Biosphärenfest einbiegt. Aber auch unsere Aussteller, aus dem seit Jahren etablierten Biosphärennetzwerk, sind wieder mit Herzblut dabei. So werden beispielsweise unsere Partnerbetriebe und zahlreiche weitere engagierten Initiativen ihre Themen in der Biosphäre Bliesgau vorstellen. Ob BUND und NABU, NaturFreunde Saar, Bliesgau Obst e.V. oder unsere Manufakturen – an jeder Ecke gibt es Produkte und Infos ‚von dahemm‘ zu entdecken.“
Weitere Informationen
Das Programm, der Sonderfahrplan für den ÖPNV sowie Informationen zur Radanreise sind laut Mitteilung unter www.biosphaere-bliesgau.eu sowie unter gersheim.de/biosphaerenfest-app abrufbar. Nach Angaben der Veranstalter findet zudem erstmals eine neue Online-App zur Orientierung vor Ort Verwendung.
Für Rückfragen zum Fest steht laut Mitteilung Pia Schramm von der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau zur Verfügung. Das Fest findet nach Angaben der Veranstalter mit Unterstützung durch die Kreissparkasse Saarpfalz und den Saarpfalz-Kreis statt.



Schreibe einen Kommentar