Völklingen. Das Projekt „Essbare Stadt“ ist in diesem Jahr erneut an fünf Standorten in Völklingen präsent. Was vor zehn Jahren begann, umfasst heute Pflanzenpyramiden, Hochbeete und ebenerdige Beete an mehreren öffentlichen Plätzen der Stadt.
Standorte und Pflanzenangebot
Die Beete verteilen sich auf folgende Orte
- Vor dem Neuen Rathaus und auf dem Adolph-Kolping-Platz: Pflanzenpyramiden
- In Ludweiler auf dem Friedrich-Ebert-Platz: zwei Hochbeete
- Vor der Wendalinus-Kapelle: ebenerdige Beete und Hochbeete
Kräuter-, Gemüse- und Naschpflanzen stehen laut Projektbeschreibung ausdrücklich allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.
Träger und Förderung
Getragen wird das Projekt von der Stadt Völklingen und dem Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH (ZBB) in Burbach. Die Europäische Union kofinanziert es im Rahmen des INTERREG-Programms InteGRaVert der Großregion. Grenzüberschreitender Partner ist das CCAS Sarreguemines. Beide Einrichtungen bringen nach Angaben der Stadt Erfahrungen im Bereich beruflicher und sozialer Integration in das Projekt ein. Die fachliche Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei; auch die Volkshochschule Völklingen ist eingebunden.
Klimaanpassung und historischer Bezug
In den vergangenen zehn Jahren kommen laut Mitteilung zunehmend klimaresiliente Pflanzen zum Einsatz, die besser mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen. Damit reagiere das Projekt auf die Folgen des Klimawandels.
Dem Standort an der Wendalinus-Kapelle kommt nach Angaben der Stadt eine besondere Bedeutung zu: Das Projekt knüpft dort an einen historischen Pfarrgarten an, der bereits in den Gründungsjahren der Kapelle bestand.
Stimmen aus dem Projekt
Oberbürgermeister Stephan Tautz wird in der Mitteilung zitiert:
„Die ‚Essbare Stadt‘ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Stadtgrün, Klimaanpassung und sozialer Zusammenhalt ganz konkret ineinandergreifen können. Die Beete verschönern nicht nur das Stadtbild, sie schaffen Orte der Begegnung und machen Stadt als gemeinsamen Lebensraum unmittelbar erlebbar.“
Robert Müller, Vorsitzender des Fördervereins der Wendalinuskapelle, betont die Rolle des Ehrenamts:
„Solche Projekte funktionieren nur, weil sich Menschen dauerhaft einbringen und Verantwortung übernehmen. Ein kleines, verlässliches Team sorgt dafür, dass die Anlagen gepflegt werden und das Projekt lebendig bleibt.“



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