Untersuchung startet: Wie stark werden touristische Radrouten genutzt?

Schloss Saarbrücken, Bild: RVSB, Künstler: Christof Kiefer

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Untersuchung der⁤ Velo visavis-Radrouten im Regionalverband⁢ Saarbrücken

Der Regionalverband Saarbrücken⁣ führt erstmals eine systematische ⁢Untersuchung der Nutzung seiner Velo visavis-Radrouten durch. Von Ende‌ März bis Oktober ​werden an ausgewählten Standorten Frequenzmessungen‌ durchgeführt. ​Ziel ist es, belastbare Daten zur nutzung und zu ‍den Bedürfnissen der​ Radfahrenden zu gewinnen, um⁤ das ‌Angebot gezielt weiterzuentwickeln. Ein auf Fahrradanalysen spezialisiertes Unternehmen wurde ⁤mit der Durchführung beauftragt.‍ Temporäre Zählstationen erfassen die Uhrzeit und⁣ Fahrtrichtung der passierenden ‍Radfahrenden. Auf Grundlage dieser Daten werden Befragungen vorgenommen, um Erkenntnisse über Motivation, Nutzungszwecke und Zielgruppen zu erhalten. Die Untersuchung soll in konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige ausgestaltung des Radroutennetzes münden.

Verändertes Nutzungsverhalten im radverkehr

Regionalverbandsdirektorin Dr. ⁢Carolin Lehberger erklärt: „Wir sehen‍ seit einigen Jahren ein deutlich verändertes Nutzungsverhalten im ⁣Radverkehr: Neben klassischen Radtouren werden sportlich orientierte und naturnahe Angebote immer wichtiger. Gleichzeitig gewinnt das Fahrrad‍ im ⁣Zuge der Verkehrs- und⁣ Mobilitätswende weiter⁤ an‌ bedeutung.‌ Schon heute wissen wir, dass unsere Routen vor allem für⁤ Freizeit- und Tagesausflüge von‍ vielen⁢ Menschen in der Region intensiv genutzt​ werden.“

Hintergrund des ‍Velo visavis-Radroutennetzes

Das Velo visavis-Radroutennetz wurde ‌vor rund 20 jahren eingerichtet und umfasst etwa 220 Kilometer. Es verbindet die Kommunen im Regionalverband Saarbrücken mit‍ touristischen Zielen⁤ der Region und ergänzt ​das saarlandweite Saar-Tour-Netz. die Strecken verlaufen überwiegend⁤ über bestehende‍ land- und ‍forstwirtschaftliche⁣ Wege. Im Rahmen eines ​EU-Förderprogramms wurden mehr als 600 Wegweiser sowie 30 ‍Informationstafeln installiert und einzelne Abschnitte gezielt ausgebaut. Die aktuelle Untersuchung soll überprüfen, inwieweit sich die Erwartungen an einen flächendeckenden radreisetourismus erfüllt haben und ⁤welche Anpassungen für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung erforderlich sind.

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