Bürgermeister Adam schließt Sommertour 2026 ab – Logistik, Baustellen und Hochwasserschutz im Fokus

Zweite Woche führte durch Betriebe, Bauprojekte und städtische Einrichtungen in Sulzbach und Umgebung

Aktuelles aus Sulzbach

Bürgermeister Michael Adam hat die zweite Woche seiner Sommertour 2026 abgeschlossen. Das Programm umfasste Besuche bei einem Pharmagroßhändler, einem Kita-Neubau, zwei Industriebetrieben sowie eine Demonstration des Hochwasserschutzes.

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Bürgermeister Michael Adam hat die zweite Woche seiner diesjährigen Sommertour am Donnerstag, 9. Juli, abgeschlossen. An fünf Tagen besuchte er mit Bürgerinnen und Bürgern Unternehmen, Baustellen und städtische Einrichtungen in Sulzbach und den umliegenden Stadtteilen.

NOWEDA: Arzneimittelversorgung für 150-Kilometer-Radius

Den dritten Tag der Sommertour verbrachte die Gruppe bei der NOWEDA-Niederlassung in Friedrichsthal. Betriebsleiter Michael Schilke erläuterte die Abläufe des Pharmagroßhandelsstandorts. Von dort werden Apotheken in einem Umkreis von rund 150 Kilometern beliefert – tagsüber fünfmal im Zwei-Stunden-Takt, ergänzt durch eine nächtliche Auslieferung. Täglich werden zwischen 60 und 80 Paletten Wareneingang kommissioniert.

Die NOWEDA wurde 1939 gegründet – der Name steht ursprünglich für „Nordwestdeutsche Apothekergenossenschaft“ – und betreibt nach eigenen Angaben bundesweit 23 Niederlassungen. Die Niederlassung in Friedrichsthal gehört seit der Übernahme der früheren Kapferer-Niederlassung im Jahr 2008 zum Unternehmen und beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bürgermeister Adam verwies auf die Bedeutung des pharmazeutischen Großhandels für die Daseinsvorsorge, insbesondere in Krisen- und Katastrophenfällen.

Kehrmaschine und illegale Müllablagerungen auf dem Baubetriebshof

Der vierte Tag begann auf dem Baubetriebshof in Hühnerfeld. Rund 30 Besucherinnen und Besucher besichtigten die neue Kehrmaschine, die zum Jahreswechsel im Rahmen des Stadtreinigungskonzepts angeschafft wurde. Mitarbeiter Thomas Schwender, der eigens für den Betrieb des Fahrzeugs eingestellt wurde, beantwortete Fragen und führte die verschiedenen Kehrbesen vor. Auf Basis der derzeit gesammelten Erfahrungswerte soll ein regelmäßiges Reinigungsintervall für Sulzbach und die Stadtteile erstellt werden.

Baubetriebshof-Leiter Olaf Godyniak und sein Stellvertreter Thomas Kasubke machten auf ein wachsendes Problem aufmerksam: die zunehmende illegale Müllablagerung im Stadtgebiet. Würde der gesammelte Müll in 240-Liter-Mülltonnen umgefüllt und diese nebeneinandergestellt, ergäbe das nach Angaben der Verantwortlichen eine Strecke von rund 2,5 Kilometern – etwa vom Baubetriebshof bis zur Musikschule. Jährlich entsorge die Stadt zudem mehr als 400 illegal abgelagerte Altreifen.

Kita-Neubau in Schnappach nimmt Form an

In Schnappach besichtigte die Gruppe den Baufortschritt der neuen Kindertagesstätte. Architekt Max Munkel vom Architekturbüro ABMP aus Freiburg und Bauleiter Kuno Fontaine informierten über den aktuellen Stand. Ein Großteil der Innenwände ist bereits verspachtelt und verputzt, alle Fenster sind eingesetzt. Die Außenanlagen sind für September geplant.

Die Kita erhält eine Fassade aus Fichtenholz, zwei Wärmepumpen sowie eine Photovoltaikanlage auf einem extensiv begrünten Dach. Außerdem stehen künftig 19 Parkplätze zur Verfügung, obwohl laut Mitteilung lediglich fünf vorgeschrieben wären.

„Wenn alles so glatt weitergehe wie bisher, könne die Kita Anfang kommenden Jahres aller Voraussicht nach in den Betrieb gehen“,

sagte Architekt Munkel.

Zwei Betriebe in Neuweiler: Verkehrstechnik und Wärmespeicherung

Der fünfte Tag führte nach Neuweiler. Erste Station war die Hausalit Maschinenbau und Oberflächenschutz GmbH. Geschäftsführer Peter Rückel schilderte die Unternehmensgeschichte: 1946 als Bergbauzulieferer gegründet, liefert und montiert das Unternehmen seit 1970 Verkehrsschilder, Sonder- und Unfallverhütungsschilder sowie Aufstellvorrichtungen. Seit 1988 kommen Zauntechnik und Stadtmöblierung hinzu – darunter Gitterzäune, Ballfangzäune, Industrietore, Absperrpoller und Fahnenmaste. Rund 30 Besucherinnen und Besucher konnten die Produktion besichtigen.

Wenige Meter entfernt befindet sich die Kraftblock GmbH. CEA Susanne König und Kommunikationsleiter Cedric Fritsch stellten das Konzept des Unternehmens vor: Rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laden Container mit Wärme – etwa mit Abwärme aus Industrieprozessen. Die Container können mobil oder stationär eingesetzt werden und Wärme bis zu 1.300 Grad für einen Zeitraum von wenigen Minuten bis zu zwei Wochen speichern. Laut Unternehmen lässt sich damit Prozesswärme in der Industrie dekarbonisieren sowie Fern- und Quartierswärme bereitstellen oder Strom erzeugen.

Abschlusstag: Hochwasserschutz, Stadtgarten und Innenstadtmanagement

Den Abschluss der zweiten Woche bildete ein vierstationiges Programm. Am Parkplatz Salzbrunnenhaus demonstrierte der Löschbezirk 1 Stadtmitte den Aufbau einer mobilen Hochwasserschutzanlage entlang des Sulzbachs. Löschbezirksführer Patrik Wagner erläuterte den Ablauf von der Alarmierung bis zum vollständigen Aufbau. Kira Rosar informierte ergänzend über die Aufgaben des städtischen Krisenstabes.

Im Stadtgarten der KlikKs-Paten neben dem Gradierwerk stellten die Verantwortlichen das Projekt und dessen bisherige Entwicklung vor. Das Engagement der Ehrenamtlichen trägt nach Angaben der Beteiligten zur Aufwertung des Areals rund um das Gradierwerk bei.

In der Sulzbachtalstraße 88 informierte City-Managerin Rebecca Bösch über die geplanten Maßnahmen des Innenstadtmanagements, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sowie bevorstehende Aktionen zur Belebung der Innenstadt. Dort soll – vorbehaltlich einer Aufnahme in das Städtebauförderprogramm – das Büro des Innenstadtmanagements eingerichtet werden. Bereits vor Ort konnten Besucherinnen und Besucher Anregungen anonym in eine Ideenbox einwerfen.

Stadtradeln: 9.124 Kilometer für Sulzbach

Den Abschluss der Sommertour bildete eine Siegerehrung des diesjährigen Stadtradelns im Innenhof des Salzbrunnenensembles. Insgesamt nahmen 49 Personen aus Sulzbach teil, 42 davon aktiv, verteilt auf fünf Teams – darunter ein Team der Stadtverwaltung mit sechs Radelnden. Gemeinsam wurden 297 Fahrten und 9.124 Kilometer zurückgelegt.

Die drei Erstplatzierten wurden von der städtischen Fahrradbeauftragten Kim Marchina und Bürgermeister Adam mit Urkunden sowie Gutscheinen des Sporthauses Kuhn ausgezeichnet:

  1. Platz 1: 1.419 Kilometer bei 30 Fahrten – Gutschein im Wert von 50 Euro
  2. Platz 2: 816 Kilometer bei 12 Fahrten – Gutschein im Wert von 30 Euro
  3. Platz 3: 677 Kilometer bei 14 Fahrten – Gutschein im Wert von 20 Euro

Bürgermeister Adam dankte abschließend allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Teilnahme sowie den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und allen Beteiligten für die Organisation der Sommertour 2026.

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