Saarbrücken wertet Hafen-, Faktorei- und Kohlwaagstraße auf

Bauarbeiten im Modellvorhaben „Superbrücken“ starten am 19. September in St. Johann

Stadtansicht der Landeshauptstadt Saarbrücken mit der barocken Ludwigskirche als Wahrzeichen oder dem Saarbrücker Schloss mit seinem charakteristischen modernen Mittelbau (Gottfried Böhm). Alternativ: St. Johanner Markt mit seiner lebendigen Fußgängerzone und französischem Flair, die Alte Brücke zwischen Alt-Saarbrücken und St. Johann, oder der Deutsch-Französische Garten als grüne Lunge. Architektonische Mischung aus barockem Erbe (Stengel-Bauten) und moderner Stadtentwicklung. Dezenter Hinweis auf die Grenznähe zu Frankreich durch französisch inspirierte Elemente (Café-Kultur, Saarbahn-Trasse Richtung Sarreguemines). Der Schriftzug "SAARBRÜCKEN" in großen, modernen Lettern, klare serifenlose Schrift, weiß mit dunklem Schatten für Lesbarkeit. Atmosphäre: Metropolitan, kulturell vielfältig, grenzüberschreitend, barock-modern.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken beginnt am 19. September mit der Umgestaltung von Hafen-, Faktorei- und Kohlwaagstraße im Stadtteil St. Johann. Die Arbeiten sind Teil des von Bund und Land geförderten Modellvorhabens „Superbrücken“.

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Die Landeshauptstadt Saarbrücken beginnt am Samstag, 19. September, mit der Aufwertung der Hafen-, Faktorei- und Kohlwaagstraße im Stadtteil St. Johann. Die Arbeiten erfolgen im Rahmen des von Bund und Land geförderten Modellvorhabens zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung „CongressCultureCity“ mit dem Titel „Superbrücken“, wie die Stadt mitteilte.

Verbindung zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof

Die drei Straßen liegen nach Angaben der Stadt in unmittelbarer Nähe zueinander und stellen die Verbindung zwischen der Congresshalle mit dem entstehenden Messe-, Kongress- und Kulturforum (MKK), der Innenstadt und dem Hauptbahnhof dar. Sie sind zudem Teil des Ankunftswegs aus Alt-Saarbrücken.

Ziel der Maßnahme ist laut Mitteilung, die öffentlichen Räume gestalterisch aufzuwerten, um die Wegebeziehungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer attraktiver zu machen und die Aufenthaltsqualität zu steigern.

Geplant sind unter anderem

  • barrierefreie Querungsmöglichkeiten und taktile Leitelemente
  • die Schließung von Lücken im Radverkehrsnetz
  • neue Radabstellanlagen
  • zusätzliche Sitzgelegenheiten
  • eine Anpassung der Beleuchtung

Parallel erneuern die zuständigen Versorger im Zuge der Arbeiten die Wasser- und Stromleitungen.

Erster Bauabschnitt beginnt in der Hafenstraße

Der erste Bauabschnitt startet am 19. September in der Hafenstraße. Dort wird die Mittelinsel am Kreisverkehr Hafenstraße/Faktoreistraße zurückgebaut, um den Bereich für die folgenden Bauabschnitte vorzubereiten.

Die Hafenstraße wird zwischen der Einmündung in die Kohlwaagstraße und dem Kreisverkehr an diesem Tag vollständig gesperrt. Aus Richtung Viktoriastraße führt eine Umleitung über die Kohlwaagstraße. Fußgängerinnen und Fußgänger können alle Gebäude weiterhin erreichen. Der Bereich soll laut Stadt voraussichtlich am selben Abend wieder freigegeben werden. Witterungsbedingt kann sich der Zeitplan verschieben.

Zweiter Bauabschnitt Ende September

Ende September beginnt der zweite Bauabschnitt in Teilbereichen der drei Straßen. In der Hafenstraße werden Beleuchtungsmasten ausgetauscht und Beleuchtungskabel verlegt, am Kreisverkehr entstehen barrierefreie Querungen. In der Kohlwaagstraße werden Strom- und Wasserleitungen verlegt, anschließend erneuert die Stadt die Straßen- und Gehwegbeläge in Hafen- und Kohlwaagstraße. Dort soll außerdem ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen.

Während der Arbeiten wird in der Hafenstraße zwischen Viktoriastraße und Faktoreistraße jeweils eine Fahrbahn- und eine Gehwegseite gesperrt. Das Abbiegen von der Luisenbrücke in die Hafenstraße ist dann nicht mehr möglich; der Teilbereich wird zur Einbahnstraße in Richtung Viktoriastraße.

In der Kohlwaagstraße entfällt die bisherige Einbahnstraßenregelung, die Straße wird zur Sackgasse mit Zufahrt von der Hafenstraße. Eine Ausfahrt in die Faktoreistraße ist dann nicht mehr möglich.

Bei Arbeiten in der Faktoreistraße kann es auf Höhe des Ärztehauses kurzfristig zu einer Fahrbahnverengung kommen, da dort Stromkabel verlegt werden. Die Straße bleibt nach Angaben der Stadt weiterhin befahrbar. Fußgängerinnen und Fußgänger können alle Gebäude weiterhin erreichen.

Die Arbeiten sollen laut Mitteilung voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern, witterungsbedingte Verschiebungen sind möglich.

Sieben Bauabschnitte insgesamt

Die Gesamtmaßnahme umfasst nach Angaben der Stadt sieben Bauabschnitte. Fußgängerinnen und Fußgänger können entlang des jeweils aktuellen Baufelds gehen oder ausgewiesene Wege durch die Baufelder nutzen. Die Gebäudeeingänge bleiben durchgehend fußläufig erreichbar.

In den Baufeldern und angrenzenden Bereichen werden Parkverbote eingerichtet. Zufahrten zu größeren Parkplätzen und Tiefgaragen sollen nach Möglichkeit freigehalten und bei Bedarf nur kurzzeitig gesperrt werden. Für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge ist die Zufahrt laut Stadt jederzeit gewährleistet.

Bürgerbeteiligung

Die Landeshauptstadt hat Anliegerinnen und Anlieger nach eigenen Angaben bereits im Vorfeld in mehreren Formaten über die Maßnahme informiert. Im Mai fand der Tag der Städtebauförderung statt, bei dem sich Interessierte informieren und an Führungen durch das Projektgebiet teilnehmen konnten.

Am Dienstag, 29. September, findet der zweite „Superbrücken Projektdialog“ zum gesamten Modellvorhaben statt. Die „SuperUmgebung“ soll dabei einen der Schwerpunkte bilden, mit besonderem Fokus auf Bauabschnitte und Verkehrsführung.

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