Die Landeshauptstadt Saarbrücken und der Regionalverband Saarbrücken fördern die Gemeinwesenarbeit (GWA) im Zeitraum 2026 bis 2030 mit insgesamt 22,7 Millionen Euro. Die Förderbescheide wurden den Trägern am Montag, 23. März, im Festsaal des Rathauses St. Johann übergeben.
Die Landeshauptstadt stellt dabei 15,2 Millionen Euro bereit, der Regionalverband weitere 7,5 Millionen Euro. An der Übergabe nahmen unter anderem Oberbürgermeister Uwe Conradt und Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger teil.
Ziel der Förderung
Mit der Förderung unterstützen beide Institutionen nach eigenen Angaben die Verbesserung der sozialen, kulturellen, infrastrukturellen und ökonomischen Situation in den Stadtteilen – unter Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Gemeinwesenarbeit soll zur Identifikation mit dem jeweiligen Stadtteil beitragen und als verbindendes Element zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Stadtverwaltung und weiteren Institutionen wirken.
Oberbürgermeister Conradt erklärte bei der Übergabe
„Die Gemeinwesenarbeit spielt eine wichtige Rolle in der sozialen Infrastruktur. Mit acht Standorten in sieben Stadtteilen bietet die Gemeinwesenarbeit den Bewohnerinnen und Bewohnern eine leicht zugängliche Anlaufstelle für Beratung und Unterstützung bei sozialen Herausforderungen.“
Regionalverbandsdirektorin Dr. Lehberger betonte
„Die Förderung ist ein klares Bekenntnis, dass wir verlässlich an der Seite der Menschen in unseren Quartieren stehen. Die Gemeinwesenarbeit stärkt das Miteinander und festigt unsere Demokratie. Damit ist sie ein unverzichtbarer Baustein für den sozialen Zusammenhalt im Regionalverband.“
Acht Projekte in sieben Stadtteilen
Gefördert werden ausschließlich die Träger der bisherigen GWA-Projekte. Laut Mitteilung kann die Gemeinwesenarbeit damit mit erfahrenem Personal in etablierten Strukturen fortgeführt werden. Die acht geförderten Projekte verteilen sich auf vier Träger:
- Pädagogisch-soziale Aktionsgemeinschaft – Pädsak e.V.: Gemeinwesenarbeit auf dem Wackenberg
- Paritätische Gesellschaft für Gemeinwesenarbeit – PGG gGmbH: Stadtteilbüro Alt-Saarbrücken sowie Zukunftsarbeit Molschd (ZAM)
- Caritasverband Saarbrücken und Umgebung e.V.: Gemeinwesenarbeit Burbach sowie Gemeinwesenarbeit Folsterhöhe
- Diakonisches Werk an der Saar gGmbH: Stadtteilbüro Malstatt, Diakonie im Viertel (Brebach) sowie Gemeinwesenarbeit Dudweiler-Mitte
Matthias Ewelt, Geschäftsführer des Diakonischen Werks an der Saar gGmbH, sagte bei der Veranstaltung:
„Als Träger ganz unterschiedlicher Couleur tragen wir auch ganz unterschiedliche Chancen in diese Arbeit ein. Es kann nicht genug betont werden, dass es um die Menschen in den Quartieren geht, die uns alle anspornen, das Beste zu erreichen.“
Hintergrund: Zweistufiger Wettbewerb
Der Stadtrat der Landeshauptstadt Saarbrücken hatte in seiner Sitzung am 1. April 2025 beschlossen, einen zweistufigen Wettbewerb zur Vergabe der Fördermittel durchzuführen. Alle bisherigen Träger der acht GWA-Projekte beteiligten sich daran mit Interessensbekundungen. Der Regionalverband führte parallel einen eigenen Förderwettbewerb für die Jugendhilfeangebote in der GWA durch – mit denselben Trägern und Stadtgebieten. Nach Prüfung der eingereichten Konzepte wählten beide Institutionen alle Träger für eine Antragstellung aus.








