Saarbrücken beschließt Kommunale Wärmeplanung

Stadtrat verabschiedet strategischen Fahrplan für klimaneutrale Wärmeversorgung – Umsetzung hängt von Fördergeldern ab

Stadtansicht der Landeshauptstadt Saarbrücken mit der barocken Ludwigskirche als Wahrzeichen oder dem Saarbrücker Schloss mit seinem charakteristischen modernen Mittelbau (Gottfried Böhm). Alternativ: St. Johanner Markt mit seiner lebendigen Fußgängerzone und französischem Flair, die Alte Brücke zwischen Alt-Saarbrücken und St. Johann, oder der Deutsch-Französische Garten als grüne Lunge. Architektonische Mischung aus barockem Erbe (Stengel-Bauten) und moderner Stadtentwicklung. Dezenter Hinweis auf die Grenznähe zu Frankreich durch französisch inspirierte Elemente (Café-Kultur, Saarbahn-Trasse Richtung Sarreguemines). Der Schriftzug "SAARBRÜCKEN" in großen, modernen Lettern, klare serifenlose Schrift, weiß mit dunklem Schatten für Lesbarkeit. Atmosphäre: Metropolitan, kulturell vielfältig, grenzüberschreitend, barock-modern.

Der Stadtrat Saarbrücken hat die Kommunale Wärmeplanung beschlossen. Der Plan soll die Wärmeversorgung der Stadt schrittweise von fossilen Energieträgern unabhängig machen.

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Der Stadtrat der Landeshauptstadt Saarbrücken hat in seiner Sitzung vom 23. Juni 2026 die Kommunale Wärmeplanung beschlossen. Damit erfüllt die Stadt nach eigenen Angaben fristgerecht eine gesetzliche Vorgabe. Das Dokument soll als strategischer Fahrplan für die künftige Wärmeversorgung dienen.

Wärmesektor verursacht größten Anteil der CO₂-Emissionen

Laut der im Rahmen der Planung erstellten Bestandsanalyse liegt der jährliche Wärmebedarf in Saarbrücken bei 1.835 Gigawattstunden. Ein Großteil davon wird derzeit noch durch fossile Energieträger gedeckt. Der Wärmesektor verursacht demnach mit rund 457.000 Tonnen CO₂ pro Jahr den größten Anteil an den kommunalen Treibhausgasemissionen.

Ein weiterer Befund der Analyse: Rund 83 Prozent der Saarbrücker Gebäude wurden vor 1979 errichtet. Die energetische Sanierung dieses Bestands gilt dem Plan zufolge als erhebliches Einsparpotenzial.

Flusswärme, Solar und Fernwärmeausbau als mögliche Wege

Die Planung benennt mehrere Potenziale für eine klimaneutrale Wärmeversorgung:

  • Solarenergie auf Dächern und Freiflächen
  • Nutzung von Umweltwärme aus der Saar mittels Flusswärmepumpen
  • Energetische Sanierung von Gebäuden

Für dicht bebaute Quartiere und die Innenstadt empfiehlt die Planung einen weiteren Ausbau der Fernwärme. Als mögliche Wärmequellen werden Flusswärme, Solarthermie, Abwärme und Großwärmepumpen genannt. In weniger dicht besiedelten Bereichen werden dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik als geeignete Alternativen eingestuft.

Zwölf Monate Planungsarbeit unter Beteiligung zahlreicher Akteure

Erarbeitet wurde das Konzept federführend vom Amt für Klima- und Umweltschutz in Zusammenarbeit mit den Fachbüros Rödl und Greenventory. Nach Angaben der Stadt entstand der Plan innerhalb von knapp zwölf Monaten unter Beteiligung städtischer Fachämter, Tochter- und Eigenbetriebe, Energieversorger sowie weiterer Fachinstitutionen. Bürgerinnen und Bürger seien während des gesamten Prozesses informiert und beteiligt worden.

Oberbürgermeister Uwe Conradt erklärte

„Die Kommunale Wärmeplanung ist eine wichtige Aufgabe der kommenden Jahre und Jahrzehnte. Sie eröffnet Saarbrücken die Chance, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung miteinander zu verbinden. Voraussetzung für ihren Erfolg ist eine solide Finanzierung der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen durch eine ausreichende Förderkulisse des Bundes und des Landes sowie die Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern. Unser Ziel ist es, den ökologisch bedingten Wandel mit sozialer Verantwortung und wirtschaftliche Vernunft gleichermaßen zu gestalten.“

Umsetzung nicht verbindlich – Fortschreibung alle fünf Jahre

Die Kommunale Wärmeplanung ist laut Mitteilung eine strategische Fachplanung und rechtlich nicht verbindlich. Sie soll als Orientierung für künftige Entscheidungen und Investitionen dienen. Eine Fortschreibung ist alle fünf Jahre vorgesehen.

Bürgermeisterin Barbara Meyer betonte die Abhängigkeit von externen Mitteln:

„Die kommunale Wärmeplanung zeigt, was technisch möglich und langfristig sinnvoll ist. Die eigentliche Herausforderung liegt nun in der Umsetzung. Damit die Wärmewende vor Ort gelingt, benötigen die Kommunen eine verlässliche und langfristige finanzielle Unterstützung von Bund und Land.“

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