Ein junges männliches Rotschulter-Rüsselhündchen ist vor kurzem als Neuzugang im Tropikarium des Saarbrücker Zoos eingezogen. Das Tier ist nach Angaben des Zoos etwa sechs Monate alt.
Besucherinnen und Besucher können es im ehemaligen Gehege der Aldabra-Schildkröten im Tropikarium beobachten. Die Art ist ursprünglich in den Wäldern Tansanias und Kenias beheimatet.
Verwandtschaft mit Elefanten statt mit Hunden
Auf den ersten Blick ähnelt das rund 600 Gramm schwere Rüsselhündchen einem kleinen Nager. Es gehört jedoch zur Ordnung der Rüsselspringer. Diese zählen laut Zoo zur Überordnung der Afrotheria und sind entfernt mit Elefanten, Seekühen und Klippschliefern verwandt.
Das auffälligste Merkmal des Rüsselhündchens ist seine lange, bewegliche Nase, die wie ein kleiner Rüssel eingesetzt wird. Mit ihr spürt das Tier im Boden vor allem Insekten und andere kleine Wirbellose auf.
Hohe Geschwindigkeit trotz geringer Körpergröße
Das Rüsselhündchen erreicht laut Zoo Geschwindigkeiten von bis zu 28 Kilometern pro Stunde – bei einer Gesamtlänge von 50 Zentimetern, wovon der Schwanz etwa 20 Zentimeter ausmacht. Umgerechnet auf die Körpergröße eines Menschen entspreche das einer Geschwindigkeit von rund 100 Kilometern pro Stunde, heißt es in der Mitteilung.
Wer sich für die Verwandtschaft des Rüsselhündchens interessiert, kann im Nachtzoo den Kurzohr-Rüsselspringer besuchen.
Zoo Saarbrücken
Der Saarbrücker Zoo zählt nach eigenen Angaben mit rund 200.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich zu den größten Attraktionen der Landeshauptstadt. Er beherbergt etwa 1.000 Tiere aus mehr als 100 Tierarten und engagiert sich laut eigener Darstellung in den Bereichen Artenschutz, Forschung und Umweltbildung. Der Zoo ist täglich geöffnet.


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