Brunnen am Fischbacher Marktplatz bleibt vorerst außer Betrieb

Technische Defekte und Denkmalschutzauflagen erschweren Sanierung – Brunnenfest findet trotzdem statt

Aktuelles aus Quierschied

Der Brunnen am Bundenbacher Platz in Fischbach-Camphausen ist wegen zahlreicher technischer Defekte außer Betrieb. Eine Fachfirma hat einen desolaten Zustand der gesamten Anlage festgestellt – wann eine Sanierung möglich ist, bleibt offen.

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Der Brunnen am Bundenbacher Platz in Fischbach-Camphausen ist erneut außer Betrieb – und wird es auch beim diesjährigen Brunnenfest des Theatervereins Saargold am 30. April und 1. Mai bleiben. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung der Gemeindeverwaltung vom 22. April 2026 hervor.

Desolater Zustand nach Fachgutachten

Eine von der Gemeinde beauftragte Fachfirma hat die Anlage untersucht. Das Ergebnis: Die gesamte Technik befindet sich laut Mitteilung in einem desolaten Zustand. Lecks in der Verrohrung verhindern demnach, dass der Brunnen eingefülltes Wasser halten kann – eine Voraussetzung für den Betrieb der Pumpen.

Der Brunnen wurde 1979 vom saarländischen Künstler Oswald Hiery entworfen und 1980 in Betrieb genommen. Nach Angaben der Gemeinde kam es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wiederholt zu teils massiven Problemen mit der veralteten Technik.

Denkmalschutz erschwert Sanierung

Zusätzlich zu den technischen Problemen erschwert der Denkmalschutz eine Sanierung. Die Einstufung des Brunnens als Denkmal im Jahr 2021 bezeichnete die Gemeinde in ihrer Mitteilung als „äußerst überraschend“. Die damit verbundenen Auflagen schränken die Sanierungsmöglichkeiten ein und verteuern entsprechende Maßnahmen nach eigenen Angaben erheblich. Auch mit Blick auf eine geplante Neugestaltung der Ortsmitte ergäben sich dadurch deutliche Einschränkungen.

Die Gemeinde prüft derzeit Sanierungsmöglichkeiten und ermittelt den Kostenrahmen. Parallel dazu laufen Gespräche mit zuständigen Stellen über Fördermöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung und Denkmalpflege.

Zeitplan offen

Ziel der Gemeinde sei der Erhalt des Brunnens und, sofern möglich, seine Wiederinbetriebnahme. Angesichts der technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie des begrenzten finanziellen Spielraums sei derzeit jedoch unklar, in welchem Zeitrahmen dieses Ziel erreicht werden könne, so die Mitteilung.

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