Saarbrücken. Am 18. Mai 2026 um 19:00 Uhr präsentieren die Arbeitskammer des Saarlandes, die Musikfestspiele Saar und die Stiftung Rechtsschutzsaal im Saal der VHS Regionalverband Saarbrücken das Lecture-Konzert „Von Würfeln zu Algorithmen“.
Vom Würfelspiel zum Algorithmus
Ausgangspunkt des Abends ist Mozarts sogenanntes Würfelspiel – ein Kompositionsverfahren, bei dem Musik durch Zahlen und Regelwerke entsteht. Nach Angaben der Veranstalter verbindet dieses Prinzip den Komponisten des 18. Jahrhunderts überraschend direkt mit heutigen Formen künstlicher Intelligenz.
Das Konzert führt diesen Gedanken in zwei Schritten weiter: Zunächst entsteht Musik analog, mit Würfeln und Live-Interpretation. Anschließend übernehmen Algorithmen – Klänge werden digital erzeugt, verändert und neu kombiniert.
Mensch und Maschine im Dialog
Ein besonderes Element des Abends ist das Zusammenspiel von Mensch und Maschine: Ein selbstspielendes Disklavier reagiert auf den Text-Input eines Sprachmodells, während Pianistin Güneş Oba Hennecke live dazu improvisiert. Auch das Publikum wirkt aktiv mit – durch Eingaben, Abstimmungen und musikalische Experimente, deren Ergebnisse direkt hörbar werden.
Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Hans Werner Henze, Terry Riley und Martin Hennecke, der auch Konzept und Schlagwerk verantwortet.
Idee aus dem Universitätsseminar
Die Konzertidee geht auf Studierende der Universität zu Köln zurück. Greta Emich sowie Pau und Ruben Kroneberg entwickelten den Entwurf im Rahmen des Praxisseminars „Backstage bei den Musikfestspielen Saar“ unter der Leitung von Eva Behr. Martin Hennecke und Güneş Oba Hennecke arbeiteten das Konzept anschließend zu einem Lecture-Konzert aus.
„Es geht darum, gemeinsam zu fragen und hinzuhören, was der Mensch in Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz kreieren kann – und welche Klänge entstehen, wenn wir uns auf die scheinbar unendliche Welt digital erzeugbarer Klänge einlassen.“
Tickets sind über ProTicket erhältlich.



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