Der Friedrichsthaler Stadtrat hat am 17. Dezember einstimmig die Bewerbung um Fördermittel für die Sanierung des Hallenbades beschlossen.
Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen sich die Gesamtkosten auf rund 2,87 Millionen Euro belaufen, wovon im Falle einer Zusage 2,04 Millionen Euro über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gefördert werden könnten.
Geplant sind laut Beschlussvorlage energetische Maßnahmen wie die Sanierung der Außenhülle, Erneuerung der Fenster mit Photovoltaik-Modulen sowie Installation von PV-Anlagen auf der alten Umkleide und dem Technikgebäude des Freibades. Zudem soll der Eingangsbereich barrierefrei umgebaut werden. Die Sanierung der beiden Becken wegen Undichtigkeiten ist ebenfalls vorgesehen. Fachbereichsleiterin Wagner teilte während der Sitzung mit, dass die Stadt parallel einen Förderantrag beim Land stellen werde.
Ebenfalls beschlossen wurde die Teilnahme am Energie- und Ressourcennetzwerk des Regionalverbandes. Ursprünglich sollte die Stadt einen Eigenanteil von 10.000 Euro über drei Jahre tragen. Laut aktualisierter Information übernimmt der Regionalverband diesen Eigenanteil, sodass für die Stadt keine Kosten entstehen. Die CDU-Fraktion und die Bürger für Friedrichsthal lehnten den Beitritt grundsätzlich ab.
Das Reizthema der Sitzung war der Antrag der CDU-Fraktion, in dem über die Erhöhung der Aufwandspauschale für Ratsmitglieder entschieden sowie über die Erlaubnis zu Audio- und Videoaufnahmen während der Sitzung eingeführt werden sollte. Lesen Sie hierzu den separaten Artikel über den CDU-Antrag.
Mitteilungen & Anfragen
Für Verwirrung sorgte eine Anfrage von AfD-Fraktionsvorsitzender Gerd Schon: Demnach soll eine KiTa eine Spende von Äpfeln durch die AfD-Fraktion abgelehnt habe, weil man keine Spenden durch die AfD annehme. Bürgermeister Jung erklärte, dass ihm der Vorgang nicht bekannt sei. Ein Mitarbeiter bestätigte, dass ihm der Vorgang nicht bekannt sei.
Die Fertigstellung des Weges zwischen Grubenstraße und Grühlingswald verzögert sich laut Verwaltung wegen Schwierigkeiten bei der Asphaltbeschaffung. Die Arbeiten sollen nach dem Jahreswechsel abgeschlossen werden.
In seiner Jahresschlussrede dankte Bürgermeister Jung den Ratsmitgliedern und Mitarbeitern der Verwaltung für die Zusammenarbeit. Er kündigte für Anfang 2026 ein Treffen mit Fraktionsvorsitzenden und Beigeordneten an, um gemeinsame Ziele zu definieren. Jung warnte vor „fruchtloser Beschäftigungstherapie“ durch unrealistische Anträge. Auch die Fraktionen würdigten die konstruktive Zusammenarbeit im ablaufenden Jahr.
Bildquellen
- Rathaus Friedrichsthal: © Regio-Journal









