Vom 1. bis 8. August war eine vierköpfige Delegation aus der costa-ricanischen Partnerstadt Belén zu Gast in Ottweiler. Ziel des Besuchs war es, die seit 2019 bestehende Nachhaltigkeitspartnerschaft zwischen beiden Kommunen weiter zu vertiefen. Der Delegation gehörten Bürgermeisterin Zeneida Chaves Fernández sowie drei Mitarbeitende aus den Bereichen Umwelt und Kreislaufwirtschaft an.
Auftakt im Rathaus
Nach der Ankunft am Sonntag begann die Arbeitswoche am Montag im Rathaus mit der offiziellen Begrüßung und der gegenseitigen Vorstellung beider Städte. Dabei zeigte sich laut Mitteilung, dass Ottweiler und Belén vor ähnlichen Herausforderungen stehen, insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung, Wasser- und Kreislaufwirtschaft sowie Bürgerbeteiligung. Der Austausch diente dazu, bestehende Ansätze kennenzulernen und gemeinsame Themenfelder weiterzuentwickeln.
Einblicke in die Kreislaufwirtschaft
In den folgenden Tagen standen praktische Einblicke im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt lag auf der Kreislaufwirtschaft. Die Delegation besuchte unter anderem:
- die Kompostieranlage in Ormesheim, bei der die Verwertung von Grünschnitt und organischen Abfällen sowie deren Rückführung in natürliche Stoffkreisläufe im Mittelpunkt standen
- die Müllverwertungsanlage in Velsen, mit Fokus auf energetische Nutzung von Abfällen und dem im Aufbau befindlichen Biomassezentrum
- das kommunale Klimaschutznetzwerk
- Maßnahmen der Klimaanpassung, etwa im Bereich Hochwasserschutz und nachhaltiger Landnutzung wie dem Agroforstsystem in Humes auf dem Wackenberger Hof
Ein weiterer Schwerpunkt der Woche war die gemeinsame Arbeit am bestehenden Aktionsplan der Partnerschaft. Dabei ging es laut Mitteilung darum, laufende Maßnahmen zu reflektieren, neue Themenfelder zu identifizieren und die nächsten Schritte für die Zusammenarbeit festzulegen.
Neues Partnerschaftsschild enthüllt
Am Freitag wurde gegenüber der St.-Rémy-Brücke ein neues Partnerschaftsschild enthüllt. Es soll die Verbindung zwischen Ottweiler und Belén im Stadtbild sichtbar machen und die gemeinsamen Ziele der Zusammenarbeit hervorheben. Grundlage sind nach Angaben der Stadt die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Agenda 2030, darunter Klimaschutz, nachhaltiger Konsum und Produktion, sauberes Wasser und nachhaltige Städte.
Am Samstag trat die Delegation aus Belén die Heimreise an.
Förderung der Partnerschaft
Die Partnerschaft wird durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.


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