Der Waldbrand-Gefahrenindex (WBI) sowie der Grasland-Feuerindex stehen aktuell im Saarland auf Stufe 3 von 5. Nach Angaben des Umweltministeriums Saarland soll in den kommenden Tagen auch Stufe 4 erreicht werden. Bei einem Waldbesuch sei daher erhöhte Sorgfalt und Wachsamkeit geboten.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit steigt derzeit das Brandrisiko. Ein Waldbesuch bleibt laut Mitteilung weiterhin möglich, allerdings sollten sich Waldbesucherinnen und -besucher besonnen verhalten.
Verhaltensregeln für Waldbesucher
Dazu zählt es unter anderem, nicht in der Natur zu rauchen, Grill- und Lagerfeuer zu unterlassen sowie Autos nur auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen im Wald abzustellen. Nach Angaben des Umweltministeriums können sich unter erhitzten Fahrzeugen leicht Flammen selbst entzünden. Zudem dürfen Waldwege nicht blockiert werden, damit sie für Feuerwehrfahrzeuge frei bleiben.
Thomas Steinmetz, Direktor des SaarForst Landesbetriebes, erklärte dazu:
„In unseren Breiten gehen Waldbrände fast immer auf den Menschen zurück, natürliche Ursachen sind äußerst selten. Darum müssen wir die Menschen weiterhin sensibilisieren. Denn schon kleine, oft unachtsame Handlungen können weitreichende Folgen haben.“
Vorsichtsmaßnahmen bei hoher Brandgefahr
Das Umweltministerium Saarland nennt folgende Maßnahmen
- Kein offenes Feuer
- Kein Rauchen im Wald; Autofahrer sollten keine Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen
- Kein Feuerwerk oder Pyrotechnik in der Nähe von Wald und Flurflächen
- Müll gehört nicht in den Wald
- Einfahrten zu Waldwegen und Schranken dürfen nicht zugeparkt werden
- Autos nur auf ausgewiesenen Flächen abstellen
Verhalten bei Entdeckung eines Waldbrands
Wer einen Brand entdeckt, sollte die Feuerwehr direkt über den Notruf 112 informieren. Zur Standortangabe verweist das Umweltministerium auf die sogenannten Rettungstafeln. Diese grünen Schilder mit individueller Nummer finden sich an Waldparkplätzen und Einfahrten zum Wald.
Weitere empfohlene Schritte
- Den Gefahrenbereich zügig verlassen
- Notruf absetzen
- Andere Waldbesucher warnen
- Mit ausreichendem Abstand zum Brandgeschehen auf Rettungskräfte warten und diese einweisen
- Bei unbekanntem Standort den nächsten Rettungspunkt zur Orientierung angeben – am besten mit dem Smartphone fotografieren
Hintergrund zum Gefahrenindex
Der Waldbrand-Gefahrenindex und der Grasland-Feuerindex werden nach Angaben des Umweltministeriums täglich für jedes Bundesland unter wettergefahren.de aktualisiert. Die Beurteilung der Waldbrand-Gefahr beruht auf Informationen des Deutschen Wetterdienstes.
Die Waldbrand-Gefahrendarstellung für das Saarland stützt sich auf meteorologische Daten wie Mittagswerte von Lufttemperatur, relativer Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und die 24-stündige Niederschlagsmenge. Der WBI enthält eine tagesaktuelle Prognose sowie eine Vorschau für die kommenden vier Tage und umfasst fünf Gefahrenstufen.


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